Benzin mit Autogas (LPG) Autolexikon
Benzin mit Autogas, auch LPG (Liquefied Petroleum Gas) oder Flüssiggas genannt, ist der weltweit am meisten verbreitete alternative Kraftstoff, der umwelt- und kostenbewussten Fahrern zahlreiche Vorteile bietet.
Als Propan-Butan-Gemisch, das als ein Nebenprodukt bei der Raffinerie-Verarbeitung von Rohöl entsteht und häufig an der Förderstelle als Abfallprodukt abgefackelt wird, ist es nicht mit Erdgas (CNG) zu verwechseln. Autogas ist schwerer als Luft und wird bei rund 10 bar Druck im Auto flüssig gespeichert. Der alternative Kraftstoff ist umweltschonender und günstiger als Benzin und Diesel.
Die CO2-Emissionen im Autogas-Betrieb liegen zwischen 10 bis 13 Prozent unter denen im Benzinbetrieb und stoßen gegenüber einem Dieselfahrzeug nahezu keinen Ruß aus. Aufgrund der niedrigen Abgasemissionen wird der Kraftstoff Autogas bis zum 31.12.2018 steuerlich gefördert.
Die Ersparnis ergibt sich aus der Veränderung der Kfz-Steuergesetze für Neufahrzeuge mit Zulassung ab dem 1.7.2009. Bei der steuerlichen Förderung bis Ende 2018 handelt es sich zum einen um die geringere Besteuerung des Kraftstoffes an der Tankstelle, wodurch für den Kunden ein erheblicher Kostenvorteil bei den Betriebskosten entsteht. Zum anderen wird durch die Veränderung der Kfz-Steuer eine Ersparnis erzielt, da diese als ein Bestandteil bei der Erhebung auch den CO2-Ausstoß des Fahrzeugs mit einbezieht.
Die LPG Autos können mit Benzin oder Autogas gefahren werden, wobei das Umschalten automatisch geschieht, aber auch per Knopfdruck möglich ist. Durch die Nutzung beider Tanks kann die Reichweite signifikant gesteigert werden.
LPG Fahrzeuge gibt es direkt ab Werk mit einem Benzinmotor mit Autogas (LPG) oder können nachgerüstet werden. Beim nachrüsten das Reserverad durch einen Gastank ersetzt.
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