Kompaktes Hybridmodul Autolexikon
Bei dem kompakten Hybridmodul handelt es sich um einen scheibenförmigen Elektromotor, der auch als Anlasser und Lichtmaschine dient. Das System bietet doppelten Nutzen: Zum einen hilft es auf vielfältige Weise, Kraftstoff zu sparen, zum anderen erhöht es den Fahrspaß noch einmal deutlich.
Der Hauptgrund für den gesteigerten Fahrspaß ist der so genannte Boost-Effekt, durch den der Elektromotor den Verbrennungsmotor in der verbrauchs-
intensiven Beschleunigungsphase mit einem Drehmoment von maximal 160 Newtonmeter unterstützt. Mit diesem hohen Drehmoment greift der E?Motor dem Verbrennungsmotor beim Beschleunigen aus sehr niedrigen Drehzahlen kraftvoll unter die Arme. Infolgedessen benötigt der Verbrennungsmotor weniger Zeit und Energie, um seinerseits sein Drehmomentmaximum aufzubieten. Das einzige, was der Fahrer vom Zusammenspiel der beiden Aggregate spürt, ist souveräne Kraftentfaltung bei jedem Anfahren.
Darüber hinaus verfügt das Hybrid-Modul über eine komfortable Start-Stopp-Funktion, die den Motor abschaltet, wenn der Wagen hält, zum Beispiel bei
einem Ampelstopp. Wenn es weitergeht, wirft der Elektromotor das Haupttriebwerk fast unmerklich wieder sanft an. Was ebenfalls zur Kraftstoffeinsparung und Umweltschonung beiträgt: Da der Motor praktisch sofort zündet, werden auch in der Startphase Emissionen minimiert. Bei der Verzögerung des Fahrzeugs arbeitet der Elektromotor als Generator und kann durch die so genannte Rekuperation Bremsenergie zurück gewinnen: Diese wird in einer leistungsfähigen, aber kompakten Lithium-Ionen-Batterie im Motorraum gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen. Das Management des komplexen Systems übernimmt ein Hochleistungs-Steuergerät, das ebenfalls motornah verbaut ist.
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