Magnetzündung Autolexikon
Zündsystem für Verbrennungsmotoren. Von Bosch
erstmals 1887 für Stationärmotoren gebaut, ab 1897 in
Kraftfahrzeugen erprobt. Ab 1898 in Serie. Sie basiert auf
dem Prinzip eines mit Drahtwicklung versehenen, sich
in einem Magnetfeld bewegenden Doppel-T-Ankers zur
Stromerzeugung. Die Bewegung erfolgt in Abhängigkeit
zur Motordrehzahl. Auf diese Weise kann ein Zündstrom
erzeugt werden, der drehzahlabhängig zum richtigen
Zeitpunkt im Zylinder für die Verbrennung des Benzin-
Luft-Gemischs eingesetzt wird. Bei der Niederspannungsmagnetzündung
(auch Abschnapp-, später Abrissoder
Abreißzündung), die anfänglich bis etwa 1910 das
vorherrschende Prinzip war, erzeugte die ruckartige
Trennung zweier Kontakte in einem geschlossenen
Stromkreis den Funken. Bei der 1902 entwickelten und
ab etwa 1910 dominierenden Hochspannungsmagnetzündung
(Lichtbogen-Magnetzündung) führte der
Übersprung (Lichtbogen) eines Stroms zwischen zwei
Elektroden einer Zündkerze im Verbrennungsraum zur
Entzündung des Gemischs. Die Hochspannungsmagnetzündung
setzte sich durch, da das wartungs- und reparaturanfällige
Gestänge der Niederspannungsmagnetzündung
zu Reklamationen führte und nur mit viel Aufwand
zu verbauen war.
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