Niederspannungsmagnetzündung Autolexikon
Zündsystem für Verbrennungsmotoren. Von Bosch
erstmals 1887 gebaut (für Stationärmotoren), ab 1897
versuchsweise für Kraftfahrzeuge. Ab 1898 in Serie.
Sie basiert auf dem Prinzip eines mit Drahtwicklung
versehenen, sich in einem Magnetfeld bewegenden
Doppel-T-Ankers zur Stromerzeugung. Die Bewegung
(und damit Stromerzeugung) erfolgt in Abhängigkeit
zur Motordrehzahl – unabhängig von jeglicher externer
Stromquelle wie etwa einer Batterie. Auf diese Weise
kann ein Zündstrom erzeugt werden, der drehzahlabhängig
zum richtigen Zeitpunkt im Zylinder für die
explosionsartige Verbrennung des Benzin-Luft-Gemischs
eingesetzt wird. Bei der Niederspannungsmagnetzündung
(Abschnapp-, Abriss- oder Abreißzündung
genannt) erzeugte die ruckartige Trennung zweier
Kontakte innerhalb eines geschlossenen Stromkreises
den Funken. Diese Kontakte befanden sich im Brennraum,
so dass der Abrissfunke das Benzin-Luft-Gemisch
entzündete. Die Niederspannungsmagnetzündung war
marktbeherrschend bis etwa 1910, danach wurde sie von
der Hochspannungsmagnetzündung allmählich abgelöst.
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