20 Staaten wollen eCall einführen
Das an Bord installierte eCall-System wählt nach einem schweren Unfall automatisch die einheitliche europäische Notrufnummer 112 und übermittelt die Standortdaten des in eine Kollision verwickelten Fahrzeugs sowie Angaben zu Fahrzeug und Fahrzeughalter. Damit könnten nach Berechnungen der EU-Kommission jährlich bis zu 2500 Menschenleben auf Europas Straßen gerettet werden. Ab September 2010 sollen die ersten Neufahrzeuge mit eCall-Option angeboten werden, aber auch eine Nachrüstung älterer Fahrzeuge ist laut Angaben der EU-Kommission möglich. Die Kosten pro Fahrzeug beliefen sich auf rund 100 Euro. Pilotprojekte in Österreich hätten gezeigt, dass 86 Prozent der Testfahrer sofort bereit wären, diesen Preis in die eigene Sicherheit zu investieren.
Angesichts dieser hohen Akzeptanz müssten nach Meinung des ARCD die zuständigen nationalen Verwaltungen aller EU-Länder nun ohne Verzug sicherstellen, dass die Notrufzentralen über die für die Annahme und Bearbeitung von eCall-Notrufen erforderliche Ausrüstung verfügen. Gerade bei Autofahrten im Ausland könne eine vollautomatische Standortübertragung für schnellere Hilfe sorgen, da eventuelle Verständigungsschwierigkeiten und irreführende Ortsangaben vermieden werden. Überdies fordert der Club die EU-Kommission auf, Druck auf die säumigen Mitgliedstaaten auszuüben, die sich bislang nicht zur Unterzeichung der Absichtserklärung bewegen ließen. Es handelt sich um Großbritannien, Irland, Frankreich, Bulgarien, Ungarn, Polen und Litauen. Die Schweiz, Norwegen und Island haben sich der EU-Initiative bereits angeschlossen. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 18.05.2010
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