Abschied vom Renault Clio V6

Nach fünf Jahren und 2.935 produzierten Fahrzeugen sagt Renault „adieu“ zum Clio V6. Das letzte Exemplar lief bereits im Werk Dieppe vom Band ...Adieu, breitbackiger Sportsfreund


Weltweit schnellstes Serienfahrzeug auf Kleinwagenbasis

Kraftvoller 3,0-Liter-V6-Motor und lupenreine Renntechnik
Begehrtes Motorsportgerät mit prominenten Piloten
Neuer Clio Renault Sport setzt 2006 Tradition fort
Nach fünf Jahren und 2.935 produzierten Fahrzeugen sagt Renault „adieu” zum Clio V6. Das letzte Exemplar lief bereits im Werk Dieppe vom Band. Durch sein spektakuläres Äußeres, seine exzellenten Fahrleistungen und spannende „Türklinkenduelle” in der Clio V6 Trophy gewann der bullige Mittelmotorsportler auch in Deutschland viele Fans. Bis heute wurden insgesamt 183 Einheiten des weltweit schnellsten Serienfahrzeugs auf Kleinwagenbasis hier zu Lande verkauft.

Vom Publikumsinteresse überrollt

Seine Publikumspremiere hatte das Temperamentsbündel als Concept Car auf dem Pariser Automobilsalon 1998. Eigentlich wollte Renault mit dem Mittelmotorboliden nur die Reaktionen des Publikums testen, doch bei den Automobilenthusiasten wurden sofort Erinnerungen an die glorreichen Tage des Renault 5 Turbo wach. Zahlreiche Kunden wollten sich spontan ein Exemplar sichern, viele boten sogar Anzahlungen an, so dass sich Renault zur Auflage einer Kleinserie entschloss. Entwickelt wurde der Clio Renault Sport V6, so der offizielle Name, in nur 18 Monaten zusammen mit den erfahrenen Experten der britischen Rennwagenschmiede TWR (Tom Walkinshaw Racing). Motoren und Karosserieteile kamen aus Frankreich, die Endmontage erfolgte im TWR Werk im schwedischen Uddevalla.





Für eindrucksvollen Vortrieb sorgte ein quer hinter Fahrer- und Beifahrersitz eingebautes, 166 kW/226 PS starkes 3,0-Liter-V6-Triebwerk mit 24 Ventilen. Der Sechszylinder katapultierte das Kraftpaket in 6,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h verursachte auf der Autobahn ungläubiges Staunen bei Fahrern leistungsstarker Nobellimousinen. Den Vorwärtsdrang bändigten den hohen Fahrleistungen angepasste AP-Vierkolben-Rennbremssättel und groß dimensionierte, innenbelüftete Scheibenbremsen mit 330 Millimeter Durchmesser vorn und 300 Millimeter hinten.

Die voluminösen Kühlluftöffnungen an den Flanken, die mittig angeordneten Auspuff-Endrohre und der verchromte Tankdeckel ließen den Hecktriebler auch optisch herausragen. Offenkundig war die Nähe zum Rennsport beim Sportfahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorn und hinten. Trotz der Racing-Gene mutete Renault den Besitzern keinen Verzicht zu: Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Leder- und Alcantarabezüge sowie Audioanlage mit Sechsfach-CD-Wechsler gehörten zur Serienausstattung.

Reinrassiger Franzose: die zweite Generation

Im April 2003 stand die zweite Generation des Topathleten am Start. Während der Name auf Renault Clio V6 reduziert wurde, legten die Leistung auf 187 kW/254 PS und die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h zu. Den Spurt von 0 auf 100 erledigte der Mittelmotorsportler jetzt in 5,8 Sekunden. Xenon-Scheinwerfer, ein neuer Stoßfänger und die verbreiterte Spur vorn verliehen dem Clio V6 einen noch dynamischeren Charakter. Serienmäßige 18-Zoll-Räder und der verlängerte Radstand verbesserten die Fahreigenschaften, ohne das wortwörtliche Go-Kart-Handling zu beeinträchtigen. Außerdem adelte Renault den Boliden jetzt zum echten Franzosen und verlegte die Produktion mit Großserienstandards in das traditionsreiche frühere Alpine Werk in Dieppe.

In der Rennversion machte der breitbackige Sportsfreund noch mehr Dampf: 210 kW/285 PS schickte der werksgetunte Sechszylinder an die Hinterräder. Außerdem speckte Renault Sport die Trophy-Variante für Markenpokalrennen auf 1.100 Kilogramm Leergewicht ab und spendierte ihr ein sequenzielles Getriebe für extraschnelle Gangwechsel. Derart präpariert, sorgte der Clio V6 auf der Rennpiste für Furore, verlangte aber nach geübten Händen. In der Liste seiner Piloten finden sich prominente Namen wie Marc Surer, Bernd Mayländer oder Klaus Niedzwiedz.

Neuer Clio Renault Sport mit Diffusor

Der legitime Nachfolger für den Clio V6 steht bereits in den Startlöchern: Im Frühjahr 2006 erscheint der neue Clio Renault Sport 2.0 16V mit einem 147 kW/200 PS starken Vierzylinder unter der Haube. Das kraftvoll gezeichnete Automobil bietet eine Fülle von Technik-Highlights, allem voran der in den hinteren Stoßfänger integrierte Diffusor. Dieses Luftleitelement – bislang nur in Highend-Sportwagen zu finden – kanalisiert und beschleunigt den Luftstrom unter dem Fahrzeug, wodurch ein Unterdruck entsteht, der das Fahrzeug an die Strecke saugt. Deshalb kommt der Clio Renault Sport 2.0 16V ohne Heckspoiler aus. Die Vorderachse im Stil des Mégane Renault Sport reduziert Antriebseinflüsse auf die Lenkung und steigert Lenkpräzision und Traktion.

Ansprechpartner: Thomas May-Englert, Leiter Produktkommunikation

Tel. 02232/73-9510 · Fax -9395 · E-Mail: thomas.may-englert@renault.com

www.renault-presse.de

PRW 59/05 · 23.09.2005








Renault Clio V6: die erste Generation

Kleines Auto, große Dynamik


3,0-Liter-V6-Triebwerk mobilisiert 166 kW/226 PS

Spitzensportler mit luxuriöser Ausstattung
Paris, Mondial de l'Automobile 1998: Auf dem Renault Stand löst eine spektakuläre, direkt vom 210 kW/285 PS starken Markenpokal-Clio mit V6-Mittelmotor abgeleitete Konzeptstudie eine Welle der Begeisterung aus. Was als Showeinlage geplant ist, gewinnt rasch ein Eigenleben: Tausende Fans wollen sich ein Exemplar sichern. Renault wird von Reservierungsanfragen und Anzahlungsangeboten regelrecht überschwemmt. Angesichts der überschwänglichen Reaktionen beschließt das Unternehmen, eine Kleinserie aufzulegen. Als Fertigungs- und Entwicklungspartner wählt des Unternehmen die erfahrene Rennwagenschmiede TWR (Tom Walkinshaw Racing). Motoren und Karosserieteile werden in Frankreich produziert, die Endmontage erfolgt in Handarbeit im schwedischen TWR Werk Uddevalla.

Motorenspende vom Laguna

Im November 2000, nach nur 18 Monaten Entwicklungszeit, ist das Fahrzeug fertig. Der Clio Renault Sport V6 weist gegenüber seinem Serienpendant einen wesentlichen Unterschied auf: Der Motor ist in der Mitte installiert und schickt seine Kraft über ein neu entwickeltes Sechsgang-Schaltgetriebe an die Hinterräder. Für den Vortrieb sorgt ein 166 kW/226 PS starkes 3,0-Liter-V6-Triebwerk mit 24 Ventilen, das ein Maximaldrehmoment von 300 Nm bei 3.7501/min mobilisiert.

Die quer hinter Fahrer- und Beifahrersitz eingebaute Maschine ist eine Mitgift aus dem Laguna, wo sie 155 kW/210 PS leistete, und wurde in zahlreichen Details modifiziert. Mit ihr avanciert das bullige Kraftpaket zum weltweit stärksten und schnellsten Serienfahrzeug auf Kleinwagenbasis. Auch beim Beschleunigen zeigt der Über-Clio manch teurem Luxusgefährt die Rücklichter: Den Spurt von 0 auf Tempo 100 absolviert er in 6,4 Sekunden.

Erstklassige Straßenlage

Der Clio Renault Sport V6 ist 171 Millimeter breiter und 66 Millimeter flacher als seine schwächeren Geschwister. Der Radstand wuchs um 38 Millimeter, die Spurweite vorn um 79, hinten um 115 Millimeter. Mit den Hochgeschwindigkeitsreifen im Format 205/50 ZR 17 vorn bzw. 235/45 ZR17 hinten „klebt” der Wagen förmlich auf der Straße.

Den sportlichen Anspruch betonen Designelemente wie der Tankverschluss, die beiden runden, mittig austretenden Auspuff-Endrohre aus Edelstahl und das Wabengitter in der Heckschürze. Groß dimensionierte Kühlluftöffnungen an Front und Flanken sorgen dafür, dass die Betriebstemperatur des V6-Motors stets im grünen Bereich liegt. Die breiten Kotflügel, die Türschweller und die seitlichen Karosserieanbauten bestehen aus gleichzeitig leichtem und stabilem Verbundstoff.

Fahrwerk und Bremsen auf Rennsportniveau

Zahlreiche Verstrebungen und Verstärkungen versteifen die Rohkarosserie. Auch das Fahrwerk offenbart Nähe zum Rennsport. Vorn und hinten ist der kompakte Leichtathlet mit einer McPherson-Konstruktion mit unteren Dreieckslenkern und Querstabilisator ausgerüstet. Den Vorwärtsdrang bändigen AP-Vierkolben-Rennbremssättel und innenbelüftete Scheibenbremsen mit 330 Millimeter Durchmesser vorn bzw. 300 Millimetern hinten.

Trotz der Renn-Gene müssen die Insassen keinen Verzicht üben. Sitze und Innenverkleidungen sind mit edlem Leder und Alcantara bezogen. Serienmäßig erhöhen Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Servolenkung und ein Audiosystem mit Sechsfach-CD-Wechsler das Wohlbefinden an Bord. Nur beim Gepäck müssen sich die Besitzer bescheiden: Im Clio Renault Sport V6 stehen nur 112 Liter Stauraum, verteilt auf zwei Abteile, zur Verfügung. Das zügelt die Begeisterung der echten Fans nicht: Bis 2002 entstehen 1.647 Fahrzeuge.





Renault Clio V6: die zweite Generation

Mehr Leistung, mehr Tempo


Clio V6 ab 2003 mit 187 kW/254 PS und 250 km/h

Produktion im traditionsreichen Alpine Werk Dieppe
Schneller, breiter, stärker. Getreu diesem Motto präsentiert Renault im Frühjahr 2003 die technisch und optisch gründlich überarbeitete zweite Generation des Modellathleten. Wichtigstes Merkmal: Der 3,0-Liter-V6-Motor schickt jetzt 187 kW/254 PS an die Hinterräder. Das Maximaldrehmoment beträgt unverändert 300 Nm. Das Plus an Leistung schlägt sich in den Fahrleistungen nieder: Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erledigt der Mittelmotor-Clio in nur 5,8 Sekunden quasi nebenbei. Erst bei 250 km/h halten sich Vorwärtsdrang und Luftwiderstand die Waage. Das sind die Werte eines reinrassigen Sportwagens – im Kleinwagenformat.

Sportsfreund mit Langstreckenqualitäten

Die Kraftkur ist nicht die einzige technische Änderung an dem nunmehr unter dem Namen Renault Clio V6 startenden Boliden. Eine weitere Modifikation betrifft das Sechsgang-Schaltgetriebe: Neue Zahnradsätze ermöglichen es, die ersten drei Gänge enger abzustufen. Um 20 Prozent verkürzte Schaltwege sowie die engere Schaltführung machen jeden Gangwechsel zum Vergnügen. Der lang übersetzte sechste Gang senkt das Drehzahlniveau auf langen Autobahnetappen und sorgt damit für geringeren Geräuschpegel und weniger Verbrauch.

Außerdem hängen die Renault Entwickler die gesamte Hinterachseinheit in einem komplett neuen Hilfsrahmen auf, der auch Motor und Getriebe aufnimmt, und rücken die Hinterräder mit neuen Anlenkpunkten und Schubstreben noch weiter in die Wagenecken. Folge: Der Radstand wächst gegenüber dem Vorgänger um 22 Millimeter, was sich positiv auf das Fahrverhalten auswirkt. Zur exzellenten Straßenlage tragen ebenfalls die um 16 Millimeter breitere Spurweite



vorn sowie die von Michelin exklusiv für den Clio V6 entwickelten 18-Zoll-Reifen der Größe 205/40 (vorn) und 245/40 (hinten) bei.

Charaktertyp mit neuer Optik

Neu präsentiert sich auch das Äußere des Clio V6: Markant modellierte Xenon-Scheinwerfer sowie der prominent auf dem Mittelsteg des Kühlergrills platzierte Renault Rhombus verleihen der zweiten Generation des französischen Kraftpakets eine noch ausdrucksstärkere Persönlichkeit, die der bullige Stoßfänger unterstreicht. Die Scheinwerfer reichen bis in die ebenfalls neu gestalteten, verbreiterten Vorderkotflügel, deren Radhäuser durch polierte 18-Zoll-„Superturismo”-Leichtmetallräder vom italienischen Spezialisten O.Z. optimal ausgefüllt werden. Auch das Heck formten die Renault Designer neu: Die Rückleuchten verfügen über eine moderne Klarglas-Optik. Hinzu kommt ein neuer Dachspoiler, der in Verbindung mit Front- und Heckstoßfänger für einen noch höheren Anpressdruck sorgt.

Zudem besteht für die Kunden ab Juni 2003 die Möglichkeit, ihren Clio V6 zu individualisieren. Zusätzlich zu den drei Serienfarben „Titan-Grau”, „Atlantis-Blau” und „Mars-Rot” bietet Renault Sport den Sportler in den je nach Lichteinfall changierenden Spezialeffekt-Farben „Sirius-Gelb”, „Callisto-Braun” und „Mond-Grau” an.

Fertigung nach Großserienstandards

Anders als sein Vorgänger wird der Mittelmotor-Clio im früheren Alpine Werk in Dieppe gefertigt, wo schon sein legitimer Urahn entstand, der Renault 5 Turbo. Damit wird er endgültig zum lupenreinen Franzosen. Die Rohkarosserien produziert das Renault Werk in Flins bei Paris. Somit profitiert der neue Clio V6 ebenso von den hohen Qualitätsstandards der Großserienproduktion wie vom ausgeprägten Know-how der Werker in Dieppe beim Bau von sportlichen Exklusivmodellen. In zwei Jahren stellen sie insgesamt 1.288 Exemplare des Clio V6 der zweiten Generation her.

Clio V6 Bilder Letzte Änderung: 24.09.2005









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