ADAC: Elektroauto-Käufer werden Notlösungen nicht akzeptieren
Der Preis muss stimmen: Fast 40 Prozent der Befragten würden für ein Elektroauto nicht mehr Geld ausgeben, als für ein vergleichbares Fahrzeug mit herkömmlichen Antrieb. Etwas weniger, 37,5 Prozent, würden trotz Aufpreis mit der neuen Technik liebäugeln. Ein knappes Viertel lehnt mögliche Mehrkosten nicht rundweg ab.
37 Prozent könnten sich mit einer "Tankzeit" von einer bis zu vier Stunden abfinden. Rund jeder Fünfte will höchstens eine Stunde warten, bis er wieder losfahren kann. Dabei möchten 56 Prozent der potenziellen Elektromobilfahrer, dass die "Zapfsäule" nicht weiter als einen Kilometer von zu Hause entfernt ist.
Eine wichtige Frage für die künftigen Besitzer von Elektromobilen lautet: Wie weit komme ich mit einer vollen Batterie. Nur zehn Prozent würden sich mit einer Strecke bis 100 Kilometer zufrieden geben. Jeder Fünfte will immerhin schon 200 Kilometer weit kommen. Die meisten (31,6 Prozent) erwarten 500 Kilometer Fahrt ohne lästige Ladepause.
Mit ihrem Steckdosen-Flitzer wollen 69 Prozent mindestens mit Geschwindigkeiten von 120 km/h beziehungsweise 150 km/h unterwegs sein. Mit Tempo 100 würde sich nur jeder Zehnte zufrieden geben, und nur drei Prozent glauben, dass Tempo 80 ausreicht.
Rund die Hälfte der Befragten möchte übrigens, dass das Elektroauto mindestens vier Sitzplätze hat. Jeder vierte erwartet sogar ein deutlich größeres Raumangebot.
Die Umfrageergebnisse zeigen nach Ansicht des ADAC deutlich, dass die Bereitschaft von Kraftstoff auf Kraftwerk umzustellen, sehr ausgeprägt ist. Notlösungen und Komforteinbußen werden die Käufer eben sowenig hinnehmen wie Mehrkosten. (ampnet/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 21.09.2009
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