ADAC fordert ehemalige Militärstandorte als Lkw-Parkplätze

Um den dramatischen Lkw-Stellplatzmangel an deutschen Autobahnen zu entschärfen hat jetzt der ADAC die Initiative ergriffen. Eine Studie, die die ADAC-Stiftung "Gelber Engel" in Auftrag gegeben hat, soll herausfinden, welche Brachflächen und ungenutzten ehemaligen Militärstandorte kurzfristig für den Schwerlastverkehr hergerichtet und bewirtschaftet werden könnten.

Laut Club sollen infolge der Bundeswehrreform bis 2010 insgesamt 105 Standorte aufgegeben werden - viele davon liegen in unmittelbarer Nähe von Autobahnen. Darüber hinaus werden zahlreiche Anlagen alliierter Truppen geschlossen, deren weitere Nutzung noch ungeklärt ist. Die Studie soll Anfang 2009 vorliegen.

Nach Angaben des ADAC fehlen in Deutschland entlang den Autobahnen mindestens 10 000 Lkw-Stellflächen. Viele Fahrer seien gezwungen, ihre gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten zu überschreiten oder ihr Fahrzeug auf Ein- und Abfahrten der Rastanlagen und Parkplätzen abzustellen. In der Not werden nicht selten sogar die Standstreifen der Autobahnen als Stellfläche genutzt.

Die von Bundesverkehrsminister Tiefensee versprochenen 250 Millionen Euro, die für neue Lkw-Parkplätze bis 2015 bereitgestellt werden sollen, bringen nach Ansicht des ADAC nicht die so dringend notwendige schnelle Entlastung, zumal bis dahin der Lkw-Verkehr um rund 30 Prozent zunehmen dürfte. (ar/nic) Letzte Änderung: 29.08.2008

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