ADAC fordert frühzeitige Beschilderungen

Viele Städte und Gemeinden beklagen mehr und mehr auch die negativen Seiten des massenhaften Einsatzes von Navigationsgeräten. Bei einer Umfrage, die der ADAC unter Kommunen mit mehr als 10 000 Einwohnern durchgeführt hat, haben 61 Prozent der Gemeinden teils erhebliche Verkehrs- und Sicherheitsprobleme gemeldet. Zu 95 Prozent sind es Lkw, die die Probleme verursachen und den Ärger der Einwohner heraufbeschwören.

Gut die Hälfte (52 Prozent) der von den Städten gemeldeten Probleme entstehen laut ADAC durch Lkw, die nicht mehr wenden können. Nur unwesentlich kleiner (48 Prozent) ist die Zahl der Lastwagen, die Routenempfehlungen durch das Gemeindegebiet folgen, die für Lkw ungeeignet sind.

Zu den Problemen kommt es nach Angaben der betroffenen Gemeinden vor allem dann, wenn Brummifahrer die Wegweisung an der Straße ignorieren (57 Prozent) oder Verkehrsbeschränkungen der Gemeinden missachten (43 Prozent). Knapp ein Drittel aller genannten Fälle ist nach Angaben des Clubs darauf zurückzuführen, dass die Lkw-Beschränkungen den Navigationsgeräten unbekannt sind.

Der ADAC empfiehlt den Kartenherstellern, verbesserte Kartensoftware für Lkw anzubieten, die speziell die für Brummi-Fahrer wichtigen Informationen beinhalten. Bei erkannten "Fehlführungen" sollten die Kommunen nach Ansicht des Clubs Kontakt zu den Anbietern der Navigationssoftware aufnehmen und sie über bestehende und neue Straßen oder Beschränkungen informieren. Zudem müssen die Lkw-Fahrer die entsprechende Beschilderung unbedingt beachten. (ar/nic) Letzte Änderung: 31.10.2008

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