ADAC fordert vernünftige Lösungen nach Feinstauburteil

Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Anwendung der EU-Feinstaub-Richtlinie mahnt der ADAC zu vernünftigen und wirksamen Lösungen. Eine Verringerung der Feinstaubbelastung in den Städten sei sicherlich notwendig, aber Fahrverbote für den Pkw-Verkehr seien der falsche Weg, erklärte ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker.

Nach Auffassung des Clubs sollten alle städtischen Pläne zunächst darauf abzielen, die Emissionsquelle eindeutig zu bestimmen.

Nur neun Prozent der Feinstaubbelastung an Hauptverkehrsstraßen stammen vom Pkw, der gesamte Straßenverkehr ist für 25 Prozent verantwortlich, erklärte der ADAC. Den Rest verursachen Industrie und Haushalte oder er wird aus anderen Stadtgebieten bzw. aus dem Umland herangetragen.

Autos mit Ottomotor tragen praktisch nicht zu den Partikelemissionen bei und Diesel-Pkw nur in sehr geringem Umfang, dies müsse auch entsprechend berücksichtigt werden, so Becker. Daraus folge, dass die Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität gerecht bei den Verursachern ansetzen und verhältnismäßig sein müssen.

Nachdrücklich spricht sich der ADAC für den verstärkten Einsatz sauberer Fahrzeugtechnik und intelligenter Verkehrssteuerung wie etwa der Grünen Welle aus. Wichtig sei es zudem, den Verkehr auf Hauptdurchgangsstraßen zu bündeln und von Wohngebieten fernzuhalten. (ar/nic) Letzte Änderung: 28.09.2007









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