ADAC gegen Monopol der Autohersteller bei Ersatzteilen

Der ADAC hat davor gewarnt, die Wettbewerbsfreiheit im Bereich der so genannten sichtbaren Ersatzteile zu Gunsten der Automobilkonzerne einzuschränken. Die folge wären massiven Preiserhöhungen für den Verbraucher bei bestimmten Ersatzteilen wie Kotflügel, Motorhauben oder Scheinwerfern.

2003 habe Justizministerin Zypries die Zusage der Automobilhersteller eingefordert, den Wettbewerb im Ersatzteilehandel nicht zu beeinträchtigen, deshalb sei es aus Sicht der Verbraucher unverständlich, warum die Bundesregierung das Gesetzesvorhaben auf europäischer Ebene blockieren wolle, erklärte Johann Grill, Leiter Verbraucherschutz und Interessenvertretung des Clubs

Die Autohersteller argumentieren mit dem Designschutz sei erforderlich und mit dem Schutz der Verbraucher vor unsicheren oder minderwertigen Ersatzteilen zu schützen. Nur 20 Prozent der Ersatzteile werden von den Herstellern selbst produziert, der Großteil komme von Teileherstellern, die auch den freien Markt beliefern, konterte der Automobilclub. Die Sicherheitsbedenken seien ebenfalls keine relevante Begründung, da Kfz-Teile, die als sicherheitsrelevant eingestuft werden, in Deutschland nur dann auf den Markt gebracht werden dürfen, wenn sie ein strenges, staatlich geregeltes Typgenehmigungs-Verfahren absolviert haben. Es habe deshalb bis heute auch keinen einzigen Fall gegeben, wo durch den Einbau eines "freien" Ersatzteils ein Sach- oder Personenschaden entstanden sei. (ar/nic) Letzte Änderung: 09.10.2007









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