ADAC kritisiert Steuerpläne

Der ADAC hat eine Erhöhung der Kfz-Steuer für ältere Pkw im Zuge der geplanten Steuerreform kategorisch abgelehnt. Das Bundesfinanzministerium plant eine Strafsteuer für Fahrzeuge einzuführen, die vor dem 1. Januar 2009 erstmals zugelassen werden. Dies sei aus sozialen Gründen und angesichts von Rekordbelastungen der Autofahrer nicht akzeptabel, erklärte der Autoclub.

Massive Kritik übt der Automobilclub zudem am Plan, ab 2011 auch Euro-4-Pkw mit einem Steuerzuschlag zu versehen. Benziner mit Euro 4 entsprächen schon heute höchsten Anforderungen aus Umweltsicht. Trotzdem werden Autofahrer schon in weniger als drei Jahren dafür bestraft, wenn sie sich heute ein Auto mit dem modernsten und saubersten Motor kaufen - eine solche Politik verstehe kein Mensch mehr, erklärte der ADAC. Der Club fordert das Finanzministerium deshalb auf, am bislang vertretenen Kurs festzuhalten und den Bestand nicht mit einem Steueraufschlag zu belasten.

Nach Meinung des ADAC muss die Kfz-Steuer auf CO2-Basis für Neuzulassungen schnellstmöglich eingeführt werden. Fahrzeuge im Bestand dürfen davon aber nicht betroffen sein, der Verbraucher muss der Kontinuität der Steuerpolitik vertrauen können. Diese verbrauchsabhängige Steuer, die das hubraumbezogene Modell ablösen soll, muss in sich aufkommensneutral sein und darf nicht zu Steuererhöhungen führen. Dabei muss jedes Gramm CO2 gleich besteuert werden, eine progressive Besteuerung, wie sie nun angedacht ist, ist ungerecht und trifft nicht nur die Fahrer von Luxusfahrzeugen sondern auch Familien. (ar/nic) Letzte Änderung: 19.05.2008









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