ADAC kritisiert Zwangsbeimischung bei Benzin

Nach Plänen der Bundesregierung soll der Biosprit-Anteil im Otto-Kraftstoff auf zehn Prozent angehoben werden. Dies ist nach Ansicht des ADAC grundsätzlich zu befürworten, solange dies nicht zu Motorschäden führt. Denn derartigen Kraftstoff vertragen viele Motoren nicht. Die meisten verkraften nur eine geringe Biobeimischung von fünf Prozent. Kraftstoff mit dieser Quote soll dann nur noch in der bis zu sieben Cent teureren Superplus-Version angeboten werden.

Der Club wendet sich gegen die Pläne der Bundesregierung, von der nach heutigen Erkenntnissen viele Autofahrer betroffen sein werden. Eine solche Maßnahme passe nicht in eine Zeit, in der der Benzinpreis täglich neue Rekordmarken erreiche, erklärte der ADAC.

Der Versuch, unter dem Vorwand der Umweltfreundlichkeit die Autofahrer zu nötigen, neue Autos zu kaufen oder teuren Sprit zu tanken, den sie gar nicht bräuchten, ist nach Ansicht des ADAC in Zeiten ständig steigender Autokosten geradezu unverschämt. Solange nicht alle Fahrzeuge den Kraftstoff mit dem erhöhten Bioethanolanteil vertragen, müssen die heute gängigen Sorten weiter vorgehalten werden. Und zwar zu Preisen, die nicht künstlich angehoben wurden. (ar/nic) Letzte Änderung: 26.11.2007









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