ADAC lehnt Citymaut ab

Der ADAC hat die von der EU-Kommission vorgeschlagene Einführung einer Citymaut in Deutschland kategorisch abgelehnt. Nach Ansicht des Clubs führt eine Straßenbenutzungsgebühr in Städten zu einer Verteuerung der Mobilität und damit zu einer Zweiklassengesellschaft. Autofahrer mit geringerem Einkommen, die sich eine zusätzliche Gebühr nicht leisten können, würden dadurch benachteiligt.

Laut ADAC ist die EU für städtische Verkehrsprobleme überhaupt nicht zuständig. Zudem ist die Verkehrssituation in den europäischen Städten viel zu unterschiedlich, als dass Standardempfehlungen ausgesprochen werden könnten. Anstatt Vorgaben für verkehrsbeschränkende Maßnahmen zu liefern, sollte die EU nach Ansicht des Clubs steuerliche Anreize für die Nutzung umweltfreundlicher Fahrzeuge und Verkehrsmittel liefern oder gute Praxisbeispiele publik machen. Ebenso könnten Forschungsprogramme zum Stadtverkehr unterstützt oder Kampagnen für eine verträgliche Mobilität gestartet werden.

Erfolg versprechend sind laut ADAC Maßnahmen, die den Verkehr flüssiger gestalten und entlasten. Dazu zählen beispielsweise optimierte Verkehrssteuerungssysteme und ein modernes Parkraummanagement. Auch ein leistungsfähiger ÖPNV sowie attraktive Rad- und Fußwege könnten entscheidend zur Entlastung beitragen. (ar/nic) Letzte Änderung: 21.02.2008









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