ADAC lehnt Fahrverbote als unwirksam und zu bürokratisch ab
Nach den Berechnungen des Clubs benötigen Millionen von Pkw eine Plakette, obwohl sie keine Rußpartikel ausstoßen. Für Kontrollmaßnahmen und zur Bearbeitung von Ausnahmeanträgen wird ein erheblicher Beamtenapparat gebraucht."
Tatsache ist, dass der Pkw-Verkehr nachweislich nur zu rund fünf Prozent zur Feinstaubbelastung beiträgt. Andere Quellen außerhalb des Verkehrsbereichs wie Industrie und Kraftwerke verursachen den Großteil der Partikel und müssen vorrangig bei den Maßnahmen berücksichtigt wer-den. Ein im Auftrag des ADAC erstelltes Gutachten belegt, dass der Effekt von Umweltzonen und der damit einhergehenden Fahrverbote gleich Null ist.
In Berlin wehrt sich der ADAC mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht gegen die dortige Umweltzone. Allerdings räumt der ADAC ein, dass Maßnahmen gegen den Feinstaub durchaus sinnvoll sind. Becker: "Gerade weil die Feinstaubbelastung ein Problem darstellt, müssen sinnvolle sprich wirksame Maßnahmen zum Tragen kommen. Auch der Pkw-Verkehr kann dazu einen Beitrag leisten, obwohl sein Anteil an der Feinstaubbelastung sehr gering ist."
Der ADAC empfiehlt den Autofahrern vorhandene Nachrüstmöglichkeiten für Dieselfahrzeuge zu nutzen. Das ist wesentlich effektiver, da das Problem an der Wurzel bekämpft wird. Die Städte selbst sollten sich verstärkt darum bemühen, beispielsweise mit Hilfe sogenannter Grüner Wellen den Verkehr intelligenter und damit flüssiger zu gestalten, was sich ebenfalls positiv auf die Feinstaubentstehung auswirkt. (ar/hg) Letzte Änderung: 23.09.2008
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