ADAC lehnt Pkw-Maut ab
Aus Sicht des ADAC ist eine weitere Verteuerung des Autofahrens nicht akzeptabel. Bereits heute liegt die jährliche Kostenbelastung der Autofahrer in Deutschland bei rund 53 Milliarden Euro. Damit sei ausreichend Geld vorhanden, die Straßen wieder fit zu machen. Die Erfahrungen mit der Lkw-Maut hätten gezeigt, dass neue Gebühren für die Straße lediglich zu einer Verteuerung der Mobilität führen. Der politische Wille, die Abgaben des Straßenverkehrs in angemessenem Umfang auch für die Straßeninfrastruktur zu verwenden, fehle völlig, beklagte der Automobilclub.
Außerdem käme es zu einer starken Verlagerung des Pkw-Verkehrs auf die Landesstraßen, wo die Unfallrisiken ungleich höher sind als auf den Autobahnen. Wichen nur 20 Prozent des Pkw-Verkehrs auf andere Straßen aus, wäre pro Jahr mit rund 570 zusätzlichen Verkehrstoten zu rechnen.
Die Behauptung, eine Pkw-Maut würde über eine Absenkung der Mineralölsteuer zu Entlastungen für die Autofahrer führen, ist nach Meinung des ADAC unglaubwürdig und unrealistisch. Denn allein die Verwaltungskosten der Pkw-Maut würden ein Fünftel der Einnahmen verschlingen. Die Kosten für die Überwachung und Verfolgung von Mautsündern sind dabei noch nicht berücksichtigt. Effiziente Kontrollen könnten nur mit sehr teuren Überwachungssystemen durchgeführt werden, die noch dazu datenschutzrechtlich bedenklich seien, so der ADAC. (ar/nic) Letzte Änderung: 14.02.2008
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