ADAC: Motorrad-Navigationsgeräte als sinnvolle Ergänzung zur Karte
Das TomTom Rider 2 für etwa 600 Euro ist gut verarbeitet und lässt sich leicht bedienen. Die Kartendarstellung ist klar und eine schnelle Neuberechnung beim Abweichen von der geplanten Route ist möglich. Zudem gibt es eine Alternativroutenführung. Außerdem ist es wasserdicht und stoßunempfindlich und im Lieferumfang ist ein Bluetooth-Headset enthalten, das die Anweisungen ins Ohr überträgt. Bei voller Lautstärke kann die Tonqualität jedoch unangenehm kratzend werden. Außerdem fiel den Testern bei beiden Geräten negativ auf, dass keine Montagehinweise zur elektronischen Verkabelung beiliegen.
Das Garmin Zumo 550 kostet etwa 700 Euro. Auch dieses Gerät ist solide verarbeitet, ebenfalls wasser- und stoßfest und mit einem übersichtlichen Einstiegsmenü leicht zu bedienen. Es stellt einen sehr schnellen Satellitenkontakt her zudem ist der Bildschirm ist hell und ausreichend kontrastreich. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten fällt hier die wenig flüssige Kartendarstellung negativ auf. Alternativrouten sind nicht möglich und es verfügt nicht über einstellbare Geschwindigkeitswarnungen. Trotz des höheren Preises war kein Headset im Lieferumfang enthalten.
Wer ein Pkw-Navigationsgerät auf dem Motorrad nutzen möchte, sollte es mit Hilfe einer Tasche vor Wettereinflüssen schützen. Der ADAC hat stellvertretend für mehrere Geräte die "SoEasyRider V2x"-Schutztasche unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist "befriedigend". Der Geräteschutz kann mit einem Klettband an fast jedem Motorrad befestigt werden und ist wasserdicht. Allerdings spiegelt die Sichtfolie schon bei geringer Sonneneinstrahlung.
Ein Navigationsgerät kann die herkömmliche Straßenkarte als Orientierungshilfe sinnvoll ergänzen, wird sie aber sicher nicht ersetzen. Um nicht abgelenkt zu werden, rät der ADAC, während des Fahrens auf die Gerätebedienung so weit wie möglich zu verzichten. So können Motorradfahrer abwechslungsreiche und anspruchsvolle Strecken stressfrei befahren. (ar/nic) Letzte Änderung: 30.06.2008
ADAC testet Motorrad-Navigationsgeräte. Foto: Auto-Reporter/ADAC
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Volkswagen startet Talentkreise für die besten Ausgebildeten
- Janssen verlässt AvD
- Audi A4 2.0 TDI erreicht CO2-Ausstoß von 88 Gramm pro Kilometer
- Fiat übernimmt bis zu 3250 Euro Kraftstoffkosten
- DVR: ESP rettet Leben - Besorgnis über Umfrageergebnis


