ADAC nimmt Ladungssicherung im Pkw unter die Lupe
In beiden Fällen wären die Insassen bei einem echten Unfall durch die Ladung ernstlich verletzt worden. Insbesondere die schweren Teile flogen mit bis zum Vierzigfachen ihres Gewichts durch das Fahrzeug. Das 25-Kilo-Fass trifft bei einem Aufprall mit rund einer Tonne auf Fahrer und Beifahrer. Gegenstände, die nicht fest verzurrt sind, werden nach vorne geschleudert und zerstören, was ihnen die Flugbahn verstellt.
Beim dritten Crashversuch wurde alles richtig verstaut. Das Bierfass befand sich im Fußraum vor dem Beifahrersitz. Grillkohle und Grill unterhalb der Festzeltgarnitur, die, von einem Brett gestützt, bündig am hochgestellten Rücksitz anlag und hinten aus dem Fahrzeugheck herausragte. Der Beifahrer nahm hinter dem Fahrer Platz. Die Ladung wurde mit dem Sicherheitsgurt und zusätzlichen Spanngurten, die Heckklappe mit einem Gurt am Abschlepphaken gesichert. Bei dem simulierten Unfall bestand für die Insassen keine Gefahr durch umher fliegende Gegenstände. Die verwendeten Zurrösen verbogen sich zwar, blieben jedoch funktionsfähig. Die Festzeltgarnitur drückte stark gegen den Sitz und zerbrach dabei die zur Sicherheit eingefügte Holzplatte. Das Bierfass rutscht unter das Handschuhfach.
Der ADAC rät daher Gegenstände nie frei auf der Ladefläche stehen lassen; sondern immer an festen Flächen wie der Rücksitzbank anzulehnen und festzurren. Die vorhandenen Zurrösen sollten genutzt und Spanngurte im Auto deponiert werden. Bei der Beladung ist darauf achten, dass schwere Gegenstände unten und Gegenstände über 25 kg nach Möglichkeit nicht hinter Personen, sondern im Fußraum verstaut werden. (ar/nic)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 09.06.2009
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