ADAC rät zur Verwendung von Identteilen
Die geringsten Preisunterschiede stellte der ADAC beim Renault Mégane 1,6 fest. Hier liegen die Originalteile vom Hersteller preislich im Schnitt nur um 6,8 Prozent über den Teilen aus dem freien Handel. Anders beim Seat Toledo1,9 TDI: Dort zahlen die Kunden durchschnittlich 36,7 Prozent mehr für ein Ersatzteil, das sich nur dadurch unterscheidet, dass es den Seat-Schriftzug trägt. Bezogen auf die einzelnen Bauteile, liegt das größte Sparpotenzial bei Wasserpumpen, Lichtmaschinen und Anlassern. Diese Verschleißteile werden vom Autozulieferer im Schnitt zwischen 30,3 und 37,8 Prozent billiger angeboten und zwar in identischer Ausführung und Qualität.
Deshalb sollten Autofahrer bei Reparaturaufträgen in der Vertragswerkstatt gezielt nach den billigeren Identteilen fragen sollte. Befürchtungen, dass er damit Nachteile bei der Garantie des Herstellers bzw. bei der Gewährleistung der Fachwerkstatt riskiert, sind unbegründet. Dies gilt auch dann, wenn eine freie Werkstatt repariert, sofern sie dies nach Vorgaben des Herstellers erledigt und keine minderwertigen Teile einbaut.
Bei Nachbauteilen ist allerdings nicht garantiert, dass die Qualität der des Originalteiles entspricht. Grundsätzlich rät der ADAC vom Kauf von Billigersatzteilen aus dem Internet ab. Bei besonders niedrigen Preisen besteht der Verdacht der Produktpiraterie. Der Einbau solcher Teile kann außerdem ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen. (ar/nic)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 24.08.2009
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