ADAC-Studie: Nutzen des Straßenverkehrs wird unterschätzt
Der ADAC hält daher nichts von den Vorschlägen der Brüsseler EU-Kommission, die so genannten externen Kosten, wie sie durch die Umwelt- und Gesundheitsbelastungen entstehen, auf das Transportgewerbe oder gar den privaten Autofahrer umzulegen. Der Schaden, den der Verkehr verursacht, müsse auch der Nutzen gegenübergestellt werden. Außerdem seien die Folgekosten durch Staus, Luftbelastung und Lärm nur schwer zu ermitteln und durch Abgaben und Steuern der Autofahrer bereits größtenteils abgegolten.
Die vor dem Hintergrund der Klimadiskussion wachsende Skepsis gegenüber dem Verkehr darf nach Meinung des ADAC nicht zu einer weiteren Verteuerung des Straßenverkehrs führen. Dies würde sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sowie auf den Wohlstand der ganzen Gesellschaft auswirken. "Praktisch jeder partizipiert als Nutznießer vom Straßenverkehr", so ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker.
Der Automobilclub fordert daher die Bundesregierung auf, die Milliarden-Einnahmen aus der Straßennutzung stärker als bisher in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren. Die jährlich 17 Milliarden Euro für den Straßenneubau stellten lediglich ein knappes Drittel der durch die Straßennutzung eingenommenen Summe dar.
Der ADAC liegt mit seinen volkswirtschaftlichen Berechnungen deutlich über den Zahlen des Statistischen Bundesamtes. So werden nach amtlicher Betrachtungsweise unter anderem weder die Nutzen aus der Fahrzeugproduktion noch aus dem Straßenbau dem Verkehrssektor zugewiesen. (ar/jri) Letzte Änderung: 04.08.2008
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