ADAC testet Crahverhalten von zwei Kleinbussen

Der ADAC hat erstmalig das Crashverhalten der Kleinbusse Volkswagen T5 und Renault Trafic überprüft. In beiden Fahrzeugen war sowohl für Fahrer und Beifahrer als auch für die Insassen auf den hinteren Sitzreihen das Gesamtverletzungsrisiko gering. Allerdings ist bei ausgewachsenen Passagieren in der dritten Sitzreihe mit starken Beinverletzungen zu rechnen. Sie würden bei einem Umfall mit ihren Knien sehr hart gegen einen Stahlträger in der vorderen Sitzbank schlagen. Die Verletzungsgefahr für Kinder ist sehr gering.

Als kritisch erwies sich laut ADAC bei beiden Modellen die Knieaufprallzone der Frontinsassen und beim VW der Fußraum des Fahrers. Hier muss mit starken Deformationen und blockierten Pedalen mit schweren Verletzungen der Unterschenkel und Füße gerechnet werden.

Beim Renault verkeilte sich die Fahrertür so stark, dass sie nur noch mit schwerem Gerät geöffnet werden konnte. Zu kritisieren ist beim Franzosen auch der fehlende serienmäßige Beifahrer-Airbag. Merkwürdig findet der ADAC die Empfehlung von Renault, auf der dritten Sitzreihe keine Kindersitze zu verwenden, obwohl diese Fahrzeugklasse gerne als Familien-, Schul- oder Kindergartenbus benutzt wird. Die Einschränkung ist zudem missverständlich in der Bedienungsanleitung formuliert.

Bei beiden Fahrzeugen wünscht sich der Automobilclub Gurtwarnsummer auf allen Plätzen, da der Fahrer nur sehr schwer den Überblick darüber behalten kann, wer angeschnallt ist. (ar/jri) Letzte Änderung: 18.03.2008





Renault Trafic beim ADAC-Crashtest. Foto: Auto-Reporter/ADAC
Renault Trafic beim ADAC-Crashtest. Foto: Auto-Reporter/ADAC






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