ADAC testet Motorraswerkstätten
Den zweiten Platz mit 96 Punkten teilen sich das BMW Motorrad Zentrum Stuttgart und die Honda-Werkstatt Fritz Wenger aus Münster/Lech, gefolgt von der Kawasaki-Werkstatt Schlickel Motorrad aus Oldenburg (93 Punkte). Schlusslicht ist eine auf Yamaha spezialisierte Werkstatt bei München. Sie hat nur einen Fehler gefunden, obwohl die übrigen Mängel im Wartungsplan als abgearbeitet vermerkt wurden.
Neun Werkstätten haben den Kunden eine schriftliche Auftragsbestätigung ausgehändigt und 18 Betriebe gaben ihren Kunden den abgearbeiteten Wartungsplan mit.
Die Zweiradmechaniker gehen bei der Inspektion nach einer festgelegten Wartungsliste vorg. Wäre diese korrekt abgearbeitet und nicht nur abgehakt worden, wären alle präparierten Fehler gefunden worden. Folgende Fehler wurden versteckt: Zu großes Spiel am Gasgriff, defekte Glühlampe für Standlicht oder Kennzeichenbeleuchtung, lose Kupplungsgriffverschraubung, der Reifenfülldruck am Hinterreifen war reduziert und der Bremsflüssigkeitsstand hinten wurde auf "Minimum" abgesenkt.
Um beim Inspektionsauftrag alles richtig zu machen, empfiehlt der ADAC immer, das Service-Heft dabei zu haben. Die Auftragsannahme für die Inspektion sollte außerdem direkt am Motorrad erfolgen. Der Kunde sollte eine schriftliche Auftragsbestätigung und nach erfolgter Inspektion den abgearbeiteten Wartungsplan verlangen. Außerdem können sich Motorradfahrer bei Unklarheiten die Rechnung genau erklären lassen: Unverständliche oder englische Kürzel erschweren das Verständnis. Wer einen Inspektionstermin außerhalb der Saison vereinbart, kann eine schnelle Erledigung der Arbeiten erwarten. Ab April sind Wartezeiten von drei Wochen dagegen keine Seltenheit. (ampnet/nic)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 23.06.2010
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