ADAC testet vier Spurhalteassistenten
Der für den Lexus angebotene "Lane Keeping Assistent" geht sogar noch einen Schritt weiter: Er greift, wenn auch sehr moderat, aktiv in die Lenkung ein und versucht so, den Fahrer auf den richtigen Weg zu bringen. Das im BMW eingesetzte System macht für den ADAC den besten Eindruck.
Voraussetzung für die Funktion sind in allen Fällen Fahrbahnmarkierungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Situationserfassung über Videokameras wie bei BMW, Lexus oder dem Nachrüstsystem von Albrecht erfolgt oder über Infrarotsensoren wie bei Citroën. Nachteil der Videoerfassung: Bei schlechter Sicht oder Blendung durch Gegenlicht versagen die Kameras. Hier haben die Infrarotsensoren des Citroën Vorteile, aber ihnen fehlt der "Weitblick". Sie erkennen die Linien nur aus nächster Nähe und da kann es für den Fahrer schon zu spät sein.
Die Warnsignale sind unterschiedlich. Bei BMW vibriert das Lenkrad, was von den Testern als besonders effektiv beurteilt wurde. Der Citroën unterscheidet als einziger zwischen Abweichungen nach links oder rechts, indem die jeweilige Seite der Sitzfläche des Fahrersitzes vibriert. Das wurde von den Testern aber weniger stark wahrgenommen. Das nachrüstbare System von Albrecht warnt durch rot leuchtende LED-Bänder und ein akustisches Signal. Im Lexus gibt es ebenfalls akustische und optische Signale und zusätzlich einen leicht korrigierenden Eingriff in die Fahrzeuglenkung.
Fazit des ADAC: Auch wenn die Technik noch recht neu ist, können alle untersuchten Varianten schon heute einen wichtigen Sicherheitsbeitrag leisten. Die Hersteller seien jedoch gefordert, die Zuverlässigkeit der Systeme auch bei fehlenden Spurlinien und schlechten Witterungsverhältnissen zu verbessern. (ar/jri) Letzte Änderung: 21.08.2007
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