ADAC-Unfallforschung: Besonders viele Unfälle an gut einsehbaren Kreuzungen

An gut einsehbaren Einmündungen und Kreuzungen außerhalb geschlossener Ortschaften passieren besonders viele schwere Unfälle. Das hat eine Erhebung der ADAC-Unfallforschung ergeben. Jeder siebte Tote oder Schwerverletzte ist aufgrund von falschem Einbiegen oder Kreuzen zu beklagen. Insgesamt ging die Zahl der Verkehrsopfer zwar zurück, an kritischen Kreuzungspunkten allerdings stieg sie an.

Fast die Hälfte der tödlichen Unfälle an Kreuzungen sind so genannte Linksabbieger-Unfälle. Dabei übersieht der Linksabbieger den entgegenkommenden Vorfahrtberechtigten. Bei solchen Unfällen kommt es zu gefährlichen Seitenkollisionen. Insassen werden oft schwerer verletzt als bei Frontalunfällen.

Um die Unfälle an einsehbaren Kreuzungen zu reduzieren, empfiehlt der ADAC auf Landstraßen grundsätzlich vor dem Einbiegen oder Kreuzen anzuhalten, um die Verkehrssituation besser zu überblicken. So können Linksabbieger die Geschwindigkeit des Fahrzeugs, das ihnen auf der Hauptfahrbahn entgegenkommt, besser einschätzen. Auch die Autohersteller können einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten. Der ADAC spricht sich für eine Optimierung der A-Säulen sowie für eine serienmäßige Ausrüstung der Fahrzeuge mit Kopfairbags aus. Außerdem muss der Seitenschutz weiter verbessert werden. Die Entwicklung elektronischer Kreuzungsassistenten ist ebenso notwendig. (ar/nic) Letzte Änderung: 07.10.2008









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