ADAC: Vor Schulen wird oft gerast
Die Tempo-Kontrolle erfolgte im Frühjahr 2010 auf verschiedene Weise. Der ADAC ermittelte die Geschwindigkeiten durch verdeckte Messungen. Darüber hinaus überprüfte der Club gemeinsam mit der Polizei und unter Beteiligung von Schulkindern die Fahrgeschwindigkeiten. Zudem flossen kommunale Messdaten in die Ergebnisse ein.
Der ADAC fordert regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen vor Schulen. Darüber hinaus sollten die Innenministerien der Bundesländer sicherstellen, dass die Polizei die Präventions- und Aufklärungsarbeit im Umfeld von Schulen fortführen und ausbauen kann.
Eine größere Akzeptanz von Tempo-Beschränkungen durch die Autofahrer verspricht sich der Club durch die Einführung von zeitlichen Geschwindigkeits-Wechselzeichen. Dabei kann nach den kritischen Tageszeiten morgens und mittags sowie während der Ferien das Tempo angepasst werden. Eine Verbesserung der Verkehrssicherheit könne auch durch bauliche Veränderungen an den Straßen - so genannte Tempobremsen - erreicht werden. Elektronische Geschwindigkeitsdisplays, die dem Autofahrer das aktuelle Tempo anzeigen, könnten ebenfalls die Verkehrssicherheit erhöhen.
Laut ADAC beträgt der Anhalteweg bei 30 km/h auf trockener Straße 13 Meter. Bereits bei einer Überschreitung von 10 km/h erhöht er sich auf 20 Meter, bei 50 km/h verdoppelt er sich auf 26 Meter. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 08.06.2010
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