ADAC zählt 5000 Fehlbetankungen pro Jahr
Fahrer von Miet- oder Flottenwagen wissen aufgrund der immer besser werdenden Geräuschdämmung zudem oft nicht, ob sie gerade mit einem Diesel oder einem Benziner unterwegs sind. Das größte Problem: Die Benzin-Zapfpistole passt auch in den Diesel-Einfüllstutzen. Auf diesen Missstand haben allerdings jetzt einige Hersteller reagiert und einen wirksamen Fehlbetankungsschutz entwickelt. Laut ADAC sind beispielsweise bei BMW alle neuen Modelle serienmäßig mit der neuen Technik ausgestattet, ebenso bei Land Rover. Bei Ford trifft dies ebenfalls auf viele Modelle zu, bei Jaguar auf den XF.
Wer versehentlich Benzin statt Diesel getankt hat, sollte den Motor auf keinen Fall mehr starten. Dann genügt es in der Regel, das Benzin vom Tankstellenpersonal oder von der ADAC-Straßenwacht absaugen zu lassen. Wurde der Motor jedoch gestartet, so müssen nach der Entleerung des Tanks auch die Spritleitungen und die Einspritzanlage gespült werden.
Diese Regel gilt übrigens für jede Jahreszeit. Der Irrglaube, dass etwas Benzin im Diesel im Winter gegen das "Versulzen" hilft, hält sich hartnäckig, ist aber falsch. Moderne Diesel-Pkw mit Hochdruckeinspritzung vertragen absolut keine Verdünnung mit Benzin.
Um die Fehlbetankungsquote künftig zu senken fordert der ADAC, dass Zapfpistolen- und -säulen eindeutig und klar gekennzeichnet und unterschiedliche Namen für Diesel- und Benzinprodukte verwendet werden. Außerdem sollten Tankdeckel und Tankklappe klar beschriftet werden und die Hersteller die serienmäßige Ausrüstung mit einem Fehlbetankungsschutz weiter zügig vorantreiben. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 07.09.2010
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