AMG stellt das Safety-Car in der Formel 1: Der Anführer

Bereits beim ersten Formel-1-Rennen der Saison 2008 war Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer auf dem 5,3 Kilometer langen Stadtkurs Albert Park von Melbourne häufig im Einsatz. Seine Aufgabe: bei Unfällen, schlechten Wetterbedingungen oder gefährlichen Situationen auf der Strecke im offiziellen F1-FIA-Safety-Car den Rennverlauf unterbrechen und sichern. Sein Arbeitsgerät: der Mercedes SL 63 AMG.

Das sicherheitsrelevante Prozedere hat Tradition, nicht nur für die Formel 1, sondern auch für AMG. Bereits seit 1996 stellt die Performance-Marke von Mercedes-Benz das Safety- und Medical-Car, in dem FIA-F1-Chefarzt Dr. Gary Hartstein sitzt.

Das F1-Engagement des Affalterbacher Unternehmens beruht auf einem sehr langen Kontakt zur F1-Szene. Schon 1984 kam sporadisch ein AMG-E-Klasse Coupé als Medical-Car zum Einsatz. Zwischen 2001 und 2003 war ein SL 55 AMG als Safety-Car unterwegs, zuvor sorgten C 36 AMG, CLK 55 AMG und CL 55 AMG für die Sicherheit auf der Strecke. Im australischen Melbourne feierten kürzlich SL 63 AMG und C 63 AMG als Safety- bzw. Medical-Car Premiere. Der SL ersetzt den CLK 63 AMG (seit 2006 im Einsatz), und der neue 63er im C-Klasse-T-Modell löst den 55er ab.

Der im AMG Performance Studio entwickelte SL 63 AMG (525 PS) ist für seinen speziellen Einsatz mit gezielten Leichtbaumaßnahmen abgespeckt worden: Durch den Verzicht auf Komfortdetails bringt er 220 Kilogramm weniger auf die Waage als das Seriemodell - trotz größerer Bremsanlage, zusätzlicher Kühlmaßnahmen, Lichtanlage auf dem Dach und Kommunikationsausrüstung. Dazu wurden Motorhaube, Front- und Heckschürze, die vorderen Kotflügel und der Kofferraumdeckel aus rennsporterprobtem Kohlefaser-Verbundwerkstoff gefertigt, auch auf Dämmmaterialien wurde verzichtet.

Da das Safety-Car niemals offen eingesetzt wird, wurden auch alle Komponenten des Variodaches ausgebaut. Besonders auffällig gegenüber dem "normalen" SL 63 AMG sind die größere Frontschürze, die Leuchteinheit auf dem Dach und die weißen LED-Blitzlichter in den Frontscheinwerfern und den Rücklichtern, die während des Einsatzes auf der Rennstrecke stets leuchten. Ganz neu ist das Nummernschild "Safety Car" am Heck, das mittels 672 LEDs auch bei Regen für erhöhte Sicherheit sorgen soll. (ar/PS/ph) Letzte Änderung: 29.03.2008









Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:

Autonews Archiv
Aktuelle Umfrage
Würden Sie auf ein Auto verzichten, wenn Sie könnten?
Kfz-Newsletter
Jede Woche die aktuellen News über neue Autos, Termine und Unterhaltsames aus der Kfz-Branche
Newsletter abonnieren

Sie sind hier: Startseite > Autonews > Archiv > März 2008 > AMG stellt das Safety-Car in der Formel 1: Der...