Aquaplaning: Unter drei Millimeter Profil beginnt das Risiko

In diesem regenreiche Sommer hat Aquaplaning schon viele Opfer gefordert. Bereits ab einer Restprofiltiefe von drei Millimetern steigt die Gefahr des Aufschwimmens auf vom Wasser bedeckter Fahrbahn deutlich. Der Motor dreht plötzlich höher, die Lenkung wirkt schwammig, und dann geht der Fahrbahnkontakt verloren.

Nun ist guter Rat teuer, denn ein Wasserkeil hat sich trotz vermeintlich angepasster Geschwindigkeit unter die Räder geschoben. Da heißt es auskuppeln, bremsen und dafür sorgen, dass die Räder des Fahrzeugs in die Richtung zeigen, in die es fahren soll. Das gilt natürlich nur, wenn Fahrerassistenzsysteme wir ABS und ESP an Bord sind. Fehlen die, wird nur ausgekuppelt und so wenig wie möglich gelenkt.

Liegt die Profiltiefe der Reifen unterhalb drei Millimeter, wird es auf dem Wasserfilm schnell kritisch. Wirklich überfordert sind Reifen dann, wenn sie die Restprofiltiefe von gesetzlich gerade noch erlaubten 1,6 mm erreicht haben. Dann kann es in Spurrillen schon bei wenig mehr als 50 km/h zum Aufschwimmen kommen. Den richtigen Zeitpunkt zum Wechseln können Autofahrer selbst an den Reifen ablesen: Der gelbe Rand einer Ein-Euro-Münze sollte noch ganz zwischen die Profilblöcke der Reifenmitte verschwinden. Schaut er heraus, hat man die Drei-Millimeter-Grenze bereits erreicht. (ar/Sm) Letzte Änderung: 05.07.2007









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