Aral stellt Mobilitätsstudie 2006 vor: Die Tankstelle als Abenteuerland für Männer

Frauen empfinden das Tanken und die Tankstelle völlig anders als Männer. Das ist eine Erkenntnis der Aral Mobilitätsstudie 2006, die Antworten auf eine Reihe von Fragen anbietet. So wird auch untersucht, was beim Besuch einer Tankstelle beeindruckt, verunsichert oder abstößt, immerhin nutzten 2005 nutzten fast drei Viertel der Kunden ihren Halt an einer Aral-Tankstelle auch zum Einkaufen im Shop oder für einen Imbiss. Dieses Kundenpotenzial will Aral besser kennen.

Frauen und Männer erleben Tankstellen unterschiedlich. Auf Frauen wirken Tankstellen eher befremdlich. Für Männer sind Tankstellen sind eher ein Abenteuerland, in dem es keine sichtbare Autorität gibt. Die meisten Frauen fühlen sich beim Besuch einer Tankstelle unwohl, was sich im Extremfall sogar in Ängsten und Bedrohungsgefühlen äußern kann. Vor allem nachts entsteht bei einigen Frauen eine Art "Bedrohungsgefühl", das auch mit einer sehr guten Tankstellenbeleuchtung nicht ganz verschwindet.

Das befremdliche Gefühl, sich hier in einer Männerwelt zu bewegen, kann aber auch angenehme Seiten haben: Bei technischen Problemen nehmen Kundinnen häufig die Rolle der hilfsbedürftigen Frau ein: Sie lassen sich viel eher von Männern helfen, als es in anderen Situationen ihres Alltags der Fall ist. Die Furcht vor technischen Pannen gehen bei manchen Frauen sogar so weit, dass sie überhaupt nicht mehr oder nur noch tagsüber tanken. Am liebsten delegieren sie den Tankvorgang an männliche Partner.
In der Studie waren vor allem drei Grundmuster für das Verhalten beim Tankstellenbesuch auffällig: Boxenstopper, Träumer und Abenteurer. Nach welchem dieser Muster eine Person tankt, hängt von ihrer individuellen Situation und Stimmungslage ab.

Das Ziel des "Boxenstoppers" ist es, möglichst schnell weiter zu kommen. Gegenüber den Kunden und Angestellten der Tankstelle zeigt er deutlich, wie eilig er es hat. Außer Kraftstoff wird nichts eingekauft, denn im Tankstellenshop würde der Boxenstopper nur Zeit verlieren.

"Träume" nutzen den Tankstellenaufenthalt dagegen als Pause für Körper und Geist. Sie lassen ihre Gedanken schweifen, gönnen sich Süßigkeiten und andere Produkte aus dem Tankstellenshop, nehmen sich Zeit für einen Kaffee im Bistro.

"Abenteurer" möchten ihren Alltag etwas spannender gestalten. Deshalb tanken sie immer nur so viel, wie sie für die nächste Fahrtetappe brauchen. So schaffen sie künstlich Notlagen, in denen sie eine Tankstelle erreichen müssen, um nicht mit leerem Tank liegen zu bleiben. Außerdem ignorieren sie Warnsignale der Tankanzeige, weil sie davon ausgehen, dass sie noch einige Kilometer schaffen, wenn der Tank laut Anzeige leer ist. Auch wenn sich der Abenteurer im Tankstellenshop oder im Bistro belohnt, setzt er auf Spannung und probiert neue Produkte. (ar/Sm) Letzte Änderung: 27.08.2006









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