Audi feiert 100 Jahre DKW
Die drei Buchstaben DKW sind die Abkürzung für Dampfkraftwagen. Deren Entwicklung kam jedoch nie über das Prototypenstadium hinaus. Der Markenname blieb und DKW entwickelte sich zum Zweitakt-Spezialisten. 1919 baute DKW zunächst einen kleinen Spielzeugmotor. DKW stand nun auch für "Des Knaben Wunsch". Drei Jahre später folgte der erste Motorradmotor und aus DKW wurde "Das kleine Wunder". 1928 war das Zschopauer Werk bereits die größte Motorradfabrik der Welt. Im gleichen Jahr übernahm Jörgen Skafte Rasmussen die Audi Automobilwerke in Zwickau, wo als erstes DKW-Auto ein frontangetriebener Kleinwagen entstand, der von einem Zweitakt-Motorradmotor angetrieben wurde. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise wurde aus DKW, Audi, Horch und Wanderer die Auto Union.
Nach Kriegsende fasste die Auto Union in Westdeutschland mit DKW-Fahrzeugen wieder Fuß. Nachdem im Westen der Republik die Zeit der Zweitakter im Automobilbau in den sechziger Jahren ablief, entstand aus dem DKW F102 der viertaktende F103. Mit ihm wurde die Traditonsmarke Audi 1965 wiederbelebt.
Auch in der DDR wurde Rasmussens Erbe gepflegt. Zunächst wurde das Vorkriegsmodell F 9 weiter produziert. Aus ihm wurde später der Wartburg entwickelt, der dem Zweitaktprinzip treu blieb. Die DKW-Motorradtradition setzte die DDR am alten Firmensitz in Zschopau mit der bis heute bestehenden Marke MZ fort. Dort wurde nach der Wende der Zweitakter ebenfalls fallen gelassen.. (ar/jri) Letzte Änderung: 04.06.2007
Mit dem DKW F 91 (hier auf der Techno Classica 2007) wurde Auto Union 1954 Rallye- Europameister. Foto: Auto-Reporter/Audi
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