Autoabgas: Europäische Industrie mahnt integrierten Ansatz an
Nach ACEA-Angaben sank die Kohlendioxidemission aus Kraftfahrzeugen seit 1998 um rund 13 Prozent, obwohl diese positive Entwicklung durch Vorgaben aus Brüssel verlangsamt worden sei und die Autokäufer in der Vergangenheit nicht an Kraftstoff sparenden Fahrzeugen interessiert gewesen seien. Das müsse bei der Beurteilung des Ergebnisses der freiwilligen Vereinbarung der Industrie berücksichtigt werden. Die europäischen Hersteller hatten zugesagt, den Ausstoß von Kohlendioxid von 1998 bis 2008 auf 140 Gramm pro Kilometer zu senken. Dieses Ziel wird offenbar verfehlt.
Der europäische Verband wirft nun der EU-Kommission vor, mit ihrem aktuellen Vorstoß für 120 Gramm pro Kilometer eine Verletzung der Vereinbarung zwischen der Industrie und Brüssel vor. Die sah vor, dass zum Ende der Vereinbarung gemeinsam eine Bewertung der Ergebnisse vorzunehmen sei. Dabei hätten die kontraproduktiven Effekte aus EU-Vorschriften und Verbraucherverhalten berücksichtigt werden müssen. Die Kommission habe es stattdessen vorgezogen, ohne Mitwirkung der Beteiligten ein Scheitern der Vereinbarung zu erklären und neue Werte auf den Tisch gelegt. (ar/Sm) Letzte Änderung: 30.01.2007
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