Autobahnbaustellen sicherer als die freie Strecke
Das ist das Ergebnis einer im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV) durchgeführten Studie der TU Dresden. Untersucht wurde das Unfallgeschehen an zwölf Baustellen mit einer Gesamtlänge von 68 km analysiert. Fünf Baustellen wurden einer detaillierten Untersuchung unterzogen. Betrachtet man die Baustellen genauer, fällt auf, dass die Strecken innerhalb der Baustellen unabhängig von ihrer Breite und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eher unfallunauffällig sind, sie sind sogar sicherer als Autobahnabschnitte ohne Baustellen.
Besondere Probleme bestehen innerhalb der Baustellen an Überleitungen und Verschwenkungen sowie an Behelfs-Anschlussstellen. Hier kommt es bis zu sechs mal häufiger zu Unfällen als auf Autobahnabschnitten ohne Baustellen. Was besonders überrascht: Das Ende von Baustellen mit Verschwenkung und Aufhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erweist sich ebenfalls als besonders unfallauffällig. Anscheinend führt das schon zu erkennende Schild "Aufhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit" zu starken Beschleunigungen und großen Streuungen der Geschwindigkeiten am Baustellenende.
Zur Verbesserung der Sicherheit in Autobahnbaustellen empfiehlt die UDV: - Die Reduzierung der Fahrstreifenanzahl im Annäherungsbereich der Baustellen sollte frühzeitig erfolgen. Verschwenkungen und Überleitungen sollten verdeutlicht werden. Nicht vermeidbare Behelfsanschlussstellen müssen deutlich erkennbar und mit Verzögerungsstreifen ausgestattet sein. Am Baustellenende sollte die zulässige Höchstgeschwindigkeit stufenweise angehoben werden. (ampnet/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 28.07.2010
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