Autohersteller wollen bis Ende März alle E10-untauglichen Modelle benennen

Die Autohersteller wollen bis Ende März 2008 alle Modelle benennen, die nicht für den Betrieb mit zehnprozentiger Ethanolbeimischung (E10) im Kraftstoff geeignet sind. Darauf haben sich gestern (13. Februar 2008) der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und das Bundesumweltministerium verständigt. Erst danach will das Umweltministerium die geplante neue Beimischungsverordnung dem Bundeskabinett zur abschließenden Beratung vorlegen.

Die Bundesregierung will ab 2009 durch die Erhöhung des Ethanolanteils von bisher fünf auf zehn Prozent den CO2-Ausstoß reduzieren. Medienberichte hatten Zweifel daran aufkommen lassen, dass alle Autos den neuen Kraftstoff E10 bedenkenlos verkraften. Von den Herstellern selbst hatte es zunächst widersprüchliche Angaben gegeben. Sollte es wider Erwarten in Einzelfällen zu Problemen mit der E10-Verträglichkeit kommen, werde die Automobilindustrie eine verbraucherfreundliche Regelung sicherstellen, teilte der VDA mit.

Nach Berechnungen des VDA dürften etwa 375 000 zurzeit zugelassene Pkw aus deutscher Produktion E10-untauglich sein. Sie müssten ab 2009 das teurere Super Plus tanken, falls es nicht ohnehin schon vorgeschrieben sei. Diese Kraftstoffsorte soll auch künftig nicht mehr als fünf Prozent Ethanol enthalten.

Der ADAC geht von mehr als einer Million Fahrzeuge aus, die für E10 untauglich seien. Viele Hersteller prüfen die Freigabe noch. (ar/jri) Letzte Änderung: 14.02.2008

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