Autojahr 2007 mit neuem Produktions- und Exportrekord
Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf knapp 290 Mrd. Euro. Für das kommende Jahr erwartet der VDA-Präsident ein leichtes Anziehen des Inlandsmarktes auf mindestens 3,2 Mio. Pkw. Im laufenden Jahr wird mit einem Rückgang der Neuzulassungen um knapp neun Prozent auf 3,16 bis 3,17 Mio. Pkw gerechnet. Bei den Nutzfahrzeugen halte der Boom weiter an.
Mit 5,7 Mio. Pkw (+ 6 Prozent) erzielt die deutsche Automobilindustrie 2007 ein neues Allzeithoch bei der Inlandsproduktion, die Auslandsproduktion überschreitet erstmals die 5-Millionen-Marke. Mit etwa 4,3 Mio. Pkw (+ 10 Prozent) konnte der fünfte Exportrekord in Folge verzeichnet werden.
Die deutschen Marken legten in Großbritannien auf 48 Prozent und in Frankreich auf über 28 Prozent zu. Der Export nach Russland wurde nahezu verdoppelt, der Absatz in China um mehr als ein Drittel gesteigert. In den USA sind die deutschen Marken um vier Prozent gewachsen. Für das kommende Jahr erwartet der VDA-Präsident einen Export auf weiterhin hohem Niveau, bei der Produktion wird mit einem Volumen auf Vorjahreshöhe gerechnet.
Der Kunde habe auf die milliardenschweren Zusatzlasten in Deutschland mit einer erhöhten Nachfrage nach Clean Diesel-Pkw geantwortet. So erreichte der Dieselanteil im November 2007 erstmals knapp die 50-Prozent-Marke. Im Jahresdurchschnitt werden 48 Prozent (+4 Prozent) erwartet.
Im Privatkundengeschäft ist der Absatz bislang um rund ein Viertel geschrumpft, während bei den gewerblichen Haltern ein Plus von sieben Prozent zu verzeichnen ist. Damit sank der Anteil der privaten Halter an den Gesamtzulassungen innerhalb von zwölf Monaten von 47 auf 39 Prozent. Das Durchschnittsalter des Bestandes sei inzwischen auf über acht Jahre gestiegen.
Die Verunsicherung der Verbraucher werde nur dann ein Ende haben, wenn von der Politik klare und positive Signale kommen, erklärte Wissmann. Dazu gehöre, dass die Politik die schon lange angekündigte Reform der Kraftfahrzeugsteuer endlich auf den Weg bringe.
Auch die Streichung der Entfernungspauschale für die ersten 20 Kilometer sollte umgehend rückgängig gemacht werden. Die Politik sollte mit diesem Schritt nicht erst auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts warten.
Die deutsche Automobilindustrie hat im laufenden Jahr bereits den durchschnittlichen CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Fahrzeuge um zwei Prozent gesenkt, das entspricht einer jährlichen Einsparung von 120 000 Tonnen CO2. Im November fiel der CO2-Ausstoß sogar um vier Prozent niedriger aus. Dabei schnitten die deutschen Marken deutlich besser ab als die Importeure. Dies lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass gerade bei besonders sparsamen Pkw mit einem CO2-Wert von weniger als 130 g/km die deutschen Marken ihren Inlandsabsatz um 35 Prozent steigern konnten, während die Importeure einen Rückgang um zehn Prozent hinnehmen mussten. (ar/nic) Letzte Änderung: 06.12.2007
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