Automobilindustrie formuliert "Lastenheft" für Brüssel
Prof. Gottschalk verwies darauf, dass in der EU 12 Mio Arbeitsplätze am Auto hängen. Das sind 43 Prozent aller Jobs im Produzierenden Gewerbe. Europa ist im Wettbewerb der Weltmärkte der größte Fahrzeugproduzent. "Die Automobilindustrie ist Hauptquelle für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand in Europa. Deshalb erwarten wir von der EU, dass sich ihre Expertengruppe CARS 21 konsequent für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie einsetzt", ergänzte Gottschalk.
Darüber hinaus forderte der VDA-Präsident die Bundesregierung auf, den Einsatz von Biokraftstoffen zu forcieren, um die Abhängigkeit der Europäischen Union von fossilen Kraftstoffen systematisch zu verringern. "Jeder Schritt", - so der VDA-Präsident - "den sich Europa weg vom Öl hin zu Biokraftstoffen bewegt, macht die europäische Wirtschaft weniger angreifbar für Ölpreisschwankungen und künstliche Verknappungen. Das schafft mehr Versorgungssicherheit und dient nicht zuletzt dem Klimaschutz", betonte Prof. Gottschalk.
Dies passe auch zur Absicht der Bundesregierung, den Klimaschutz als ein wichtiges Anliegen ihrer Ratspräsidentschaft zu verfolgen. Prof. Gottschalk: "Kein anderes Land kann dieses Ziel glaubwürdiger vertreten als Deutschland, denn mit unseren CO2-Einsparungen liegen wir in Europa unangefochten an der Spitze. Der Straßenverkehr hat dazu einen großen Anteil geleistet." (ar/Sm) Letzte Änderung: 29.12.2006
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