Autopreise in Deutschland weiter hoch

Deutschland bleibt beim Autokauf ein teures Pflaster. Wie die EU-Wettbewerbsbehörde heute mitteilte, waren von 87 verglichenen Fahrzeuge 31 in Deutschland am teuersten innerhalb der Euro-Zone. Damit erweißen sich die Änderungen im Kfz-Vertrieb, die von der EU vor vier Jahren als Mittel zur Preisangleichung innerhalb der Euro-Zone sorgen sollten, als wenig wirksam. Die EU vergleicht alle sechs Monate die Preise von Fahrzeugen vor Steuern.

Neben Deutschland gilt Tschechien als vergleichsweise teuer, besonders günstig ist der Autokauf in Ungarn und Finnland. So ist ein Ford Focus dort bis zu 4000 Euro günstiger als in Deutschland. In anderen Ländern wie zum Beispiel in Dänemark kommt zu den günstigen Preisen vor Steuern noch eine Luxussteuer auf den Fahrzeugpreis.

Die deutschen Automobilhersteller haben nach dem aktuellen Preisbericht der EU-Kommission in Europa geringere Preisdifferenzen als die Importmarken, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) heute mit. "Immer mehr neue deutsche Modelle werden europaweit zu einem nahezu einheitlichen Preis angeboten", betonte VDA-Präsident Bernd Gottschalk heute. Eine vollständige EU-Preisharmonisierung werde aber nach wie vor durch hohe Zulassungs- und Luxussteuern verhindert. Außerdem fehle es immer noch an einer EU-weiten Harmonisierung der Mehrwertsteuer. (ar/sb) Letzte Änderung: 01.08.2006









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