AvD gegen kürzere TÜV-Intervalle

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) hält nichts von den Forderungen des TÜV Rheinland, für Fahrzeuge, die älter als sieben Jahre sind, eine jährliche Hauptuntersuchung vorzuschreiben. TÜV-Vorstandschef Bruno Braun hatte dies damit begründet, dass sich ältere Autos mit zum Teil schwerwiegenden Mängeln zunehmend zu einem Sicherheitsrisiko entwickeln. Er fordert damit die Verkürzung noch zwei Jahre früher als die Gesellschaft für Technische Überwachung. Die GTÜ hatte vorgeschlagen, die HU-Intervalle nach neun Jahren zu verkürzen.

Die Forderung des TÜV-Rheinland lasse sich durch die Unfallstatistiken und -analysen nicht belegen, teilt der AvD mit. Ältere Autos stellten kein höheres Sicherheitsrisiko dar. Bei der Beleuchtung beispielsweise schnitten sie sogar besser ab, weil die Fahrzeughalter defekte Glühlampen selbst auswechseln, während Halter moderner Fahrzeuge häufig auf die Werkstatt angewiesen seien und die Reparatur nicht unmittelbar vornehmen lassen.

Für den Halter eines zwölf Jahre alten Wagens bedeute der TÜV-Vorstoß, dass er statt fünf- achtmal zur Hauptuntersuchung vorfahren müsse, rechnet der AvD vor. Er sieht in dem Vorstoß vor allem die Suche nach Mehreinnahmen. (ar/jri) Letzte Änderung: 28.11.2007

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