AvD: Mehr Kontrolle statt höherer Bußgelder

Für 2009 plant das Bundesverkehrsministerium teilweise drastische Erhöhung der Bußgelder für Delikte im Straßenverkehr. Geschwindigkeitsdelikte sollen über sämtliche Staffeln durchschnittlich um rund 60 Prozent teurer werden. Nach Ansicht des Automobilclubs von Deutschland (AvD) führt erfahrungsgemäß erst die konsequente Durchführung von Kontrollen zu einem nachhaltig angemessenen Fahrstil.

Der AvD sieht dabei bei den seit Jahrzehnten bewährten "Starenkästen" noch immer ein wichtiges Element bei der Regulierung des Straßenverkehrs in Deutschland. Der AvD befürwortet die Überwachung von Geschwindigkeit und Ampelanlagen ausschließlich dort, wo sie der Verkehrssicherheit dienen. Dazu gehören Unfallschwerpunkte genauso, wie die Bereiche vor Schulen und vor Kindergärten
.
Der Automobilclub weist jedoch auch darauf hin, dass das schlechte Image der Messgeräte oftmals nicht zu Unrecht daraus resultiert, weil die Anlagen an wenig nachvollziehbaren Positionen eingerichtet sind. Damit wird das mit "Abzockerei" behaftete Negativbild der Anlagen weiter gestärkt.

Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Personen sank zwischen 2000 und 2007 von 7503 auf 4949, was einem Rückgang von 34 Prozent entspricht. (ar/nic) Letzte Änderung: 01.08.2008









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