AvD: Mit dem Kauf der Schadstoffplakette warten
Hinsichtlich der politischen Diskussion um das Treibhausgas CO2 führe die Einstufung in die Schadstoffklassen 1 bis 4 zu Missverständnissen. Ein Fahrzeug mit einem Verbrauch von 15 Litern Diesel pro 100 Kilometer bekomme, sofern es mit einem Partikelfilter ausgerüstet ist, die beste Schadstoffeinstufung, obwohl es, was den klimaschädlichen CO2-Ausstoß betreffe, mit 333 g/Kilometer den angestrebten Grenzwert von 130 g/Kilometer um fast das Dreifache übertreffe. Deshalb zweifelt der AvD den Sinn der bisher angestrebten Lösung an.
Um die tatsächliche Wirksamkeit der Maßnahmen zu eruieren, schlägt der AvD vor, die vier Städte, die bereits im Juli Umweltzonen einführen, zu Testgebieten zu erklären und hier wissenschaftlich begleitete Feldversuche zu starten, um die tatsächliche Wirksamkeit der Maßnahme zu ermitteln. Im Rahmen dieser Versuche müssten natürlich auch die Zahl der Messstellen in diesen Bereichen deutlich erhöht werden, um verlässliche Werte zu erhalten. Bis dahin könnten sich die Autofahrer die Gebühr für die Plaketten sparen, zumal sie im Umfeld der betroffenen Städte bei fast allen AU-berechtigten Werkstätten jederzeit erhältlich seien, so der AvD. (ar/os) Letzte Änderung: 27.02.2007
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Bund will Kfz-Steuer nicht "tauschen"
- Versicherung muss Werkstattkosten auch ohne Reparatur übernehmen
- FDP will Oldtimer von Fahrverboten ausnehmen
- Service: Ab 1. März 2007 werden Zulassungen von Fahrzeugen vereinfacht
- TÜV Süd berät zur Umwelt-Plakette


