AvD warnt vor Wildschweinen an der Autobahn

Immer häufiger dringen ganze Wildschweinrotten bis an die Autobahnen vor und stellen eine ernst zu nehmende Gefahr für den Straßenverkehr dar. Zu dieser Erkenntnis kommt der Automobilclub von Deutschland (AvD). Vor allem in der Nähe von Raststätten tauchen die in der Dunkelheit kaum zu erkennenden Tiere auf, hat der AvD nach einer Befragung der Autobahnpolizeireviere festgestellt.

Reste der Zwischenmahlzeit vom Fastfood-Schalter werden von verantwortungslosen Autofahrern aus dem Fahrzeug geworfen und locken die Allesfresser mit den feinen Nasen aus den nahen Wäldern an, kommentierte Sven Janssen, Sprecher des AvD, die sich häufenden Meldungen von Wildschweinen an und auf den Autobahnen.

Die vorhandenen Schutzzäune sind nicht überall auf die starken Tiere ausgerichtet. Nahezu mühelos brechen die Rotten durch und kommen auf der Suche nach Nahrung in die gefährliche Nähe schnell fahrender Fahrzeuge.

Die grundsätzlich eher scheuen Tiere lassen sich mittlerweile auch nicht mehr vom Lärm der Autobahnen beeindrucken. Die aus den Fahrzeugen geworfenen Speisereste wirken wie Magneten auf die Wildschweine, erklärte Thomas Bernhard, von der Autobahnpolizei Frankfurt / Main.

Der AvD warnt Autofahrer davor, sich einem angefahrenen Wildschwein zu nähern. Die widerstandsfähigen Tiere entwickeln gerade in derartigen Situationen ungeahnte Kräfte und greifen auch erwachsene Menschen furchtlos an. (ar/nic) Letzte Änderung: 23.04.2008









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