BAST übt heftige Kritik an Riesenlastwagen

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) hat die so genannten "Giga-Liner" massiv kritisiert. Die bis 25 Meter langen und bis zu 60 Tonnen schweren Lastzüge seien ein "unkalkulierbares Risiko", heißt es in einer bisher unveröffentlichten Studie. Die FDP-Bundestagsfraktion hatte eine Anfrage zu dem Thema gestellt. Derzeit laufen in mehreren Bundesländern Versuche mit den Riesenlastern, die von Teilen der Wirtschaft wegen geringerer Kosten und einer möglicherweisen abnehmenden Verkehrsbelastung gefordert werden.

In allen wesentlichen Punkten deckt die Studie Schwächen bei den Giga-Linern auf: Durch die wesentlich höhere Bewegungsenergie bei Auffahrunfällen seien deren Folgen auch wesentlich erheblicher. Rückhaltesysteme wie die derzeit verbauten Leitplanken seien nicht in der Lage, ein solches Fahrzeug abzufangen, eine Umrüstung wäre extrem teuer, so die BAST-Experten. Brücken (und auch Straßen) würden unter der extremen Last der 60-Tonner wesentlich schneller verschleißen als sonst. Außerdem sei das Problem an den Rastplätzen ungelöst, dass durch die entstehe: Etwa 20 Prozent der bereits jetzt knappen Stellplätze müssten mittelfristig für die Giga-Liner bereit stehen und würden somit für kleinere Lkw wegfallen. (ar/sb)
Letzte Änderung: 06.01.2007









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