Batterie ist häufigste Pannenursache
450 000 Autofahrer mussten im Jahr 2005 den ADAC rufen, weil der Stromspeicher ihres Autos leer war. In über 90 000 Fällen konnten die Helfer nur durch den Einbau einer neuen Batterie weiterhelfen. Von schwächelnden Akkus sind nicht nur ältere Fahrzeuge betroffen. Die durchschnittliche Lebensdauer einer Autobatterie, die früher vier bis fünf Jahre betrug, nimmt kontinuierlich ab. Nach Ansicht der ADAC-Experten liegt dies häufig daran, dass veraltete Batterietechnik mit der aufwändigen Fahrzeugelektronik überfordert ist. Durch viele Stromverbraucher kommt es zu ständigen Lade- und Entladevorgängen, die insgesamt die Batterie belasten. Daran können auch leistungsfähigere Generatoren nichts ändern. Eine Vielzahl von Steuergeräten führt oft sogar noch lange nach dem Ausschalten der Zündung zur Belastung des Stromspeichers.
Der Autobesitzer kann selbst relativ wenig tun, um das Leben seines Akkus zu verlängern. Der ADAC empfiehlt, die Pole der Batterie mit säurefreiem Fett zu behandeln oder mit dafür vorgesehenem Schutzlack zu überziehen. Keinesfalls sollte man das Batteriegehäuse mit einem trockenen Lappen reinigen. Dies kann zu elektrostatischer Aufladung führen. Im schlimmsten Fall wird durch entstehende Funken austretendes Knallgas entzündet oder die Batterie kann explodieren. Allgemein gilt: Den Stromspeicher regelmäßig prüfen lassen, am besten vor der kalten Jahreszeit. Bringt ein älterer Akku nicht mehr die volle Leistung, sollte er vorsorglich ausgetauscht werden. Fällt der Kraftspender total aus, sollte man die gesamte Elektrik des Fahrzeugs überprüfen lassen. Ein Fehler in diesem Bereich könnte sonst eine neue Batterie nachhaltig schädigen. Vor dem Abklemmen der Batterie sollte man nach einem Hinweis des ADAC in der Bedienungsanleitung nachlesen, wie manche Steuergeräte oder Elektroanlagen reagieren. Hier kann nach dem Wiedereinbau die Inbetriebnahme mit besonderen Codenummern oder Bedienschritten notwendig sein. (ar/sb) Letzte Änderung: 21.12.2006
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