BDO kritisiert Klimaschutz-Aussage der Bahn

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) hat die Aussagen der Bahn zum Klimaschutz als falsch kritisiert. Nach Untersuchungen des Umweltbundesamtes sei der Bus mit Abstand das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Wenn Bahnchef Hartmut Mehdorn in der Bild-Zeitung davon spricht, dass die Bahn "mit weitem Abstand das umweltfreundlichste Transportmittel ist", sei diese Aussage irreführend, so der BDO.

Laut Umweltbundesamt emittiert auf einer 100 km langen Reise mit einer durchschnittlichen Fahrzeugbesetzung der Bus 3,3 Kilogramm Kohlendioxid. Die Bahn kommt hier auf 5,4 Kilogramm Kohlendioxid-Emissionen, eine mehr als 63 Prozent schlechtere Bilanz als der Bus. Noch schlechter sind die Zahlen beim Flugzeug (15,7 Kg) und beim Auto mit Kat (14,7 kg). Auch beim Energieverbrauch sei die Bahn nur zweiter Sieger. Hier verbrauche der Bus auf einer gleichen Strecke nur knapp 61 Prozent der Energie, die die Bahn aufbringen müsse.

Gegenüber dem Güterverkehr auf der Straße habe Mehdorn damit sicher recht. Als Beförderungsmittel hingegen sei diese Aussage unzutreffend. Die Bahn ist nicht umweltfreundlichstes Verkehrsmittel. Auch ist in Anzeigen derzeit zu lesen, dass "die Schiene im Vergleich zum Straßenverkehr zwei Drittel weniger CO2 produziert". Auch das ist schlichtweg eine verzerrte Aussage. Im direkten Vergleich zwischen Bahn und Bus bleibt nur der zweite Platz, wie die Statistiken belegten. (ar/os) Letzte Änderung: 30.03.2007









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