Bentley auf der Techno-Classica in Essen
Standpartner Bentleys auf der Messe ist Bugatti: Was der modernen Kooperation eine aparte historische Note verleiht, ist die einstige Rivalität der beiden Gründer W.O. Bentley und Ettore Bugatti in den goldenen Tagen des Rennsports, als sich die Maschinen dieser brillanten Entwickler auf den Rennstrecken begeisternde Duelle lieferten. Eine von vielen Reminiszenzen an vergangene Epochen der Automobilgeschichte, die auf der Techno-Classica wieder lebendig werden. Bentleys Signum waren die mächtigen Rennwagen, zum Teil mit Kompressormotoren, die kräftig Staub aufwirbelten und ein rassiges Parfum aus Öl und Gummi verströmten. Gelenkt wurden sie von den legendären "Bentley Boys", jene verschworene Gemeinschaft von jungen Lebemännern und Aristokraten, die lässig Kühnheit mit Leidenschaft verbanden und rauschende Feste nach ihren Siegen feierten.
Nach dem Sieg in Le Mans im Jahr 1927 nahmen sie kurzerhand ihren Rennwagen "Old Number 7" mit ins vornehme Savoy Hotel. An diese einmalige Verbindung von Sport und Stil knüpft der ausgestellte Bentley Speed 8 an, mit dem Bentley nach über 70-jähriger Abstinenz vom Renngeschehen 2003 in Le Mans wieder ganz oben auf der Siegertreppe stand. An den französischen Ort mit dem magischen Namen, den jeder Rennsportbegeisterte kennt, erinnert ebenfalls ein weiteres Exponat: der zweitürige Continental R Le Mans Series, ein auf 50 Stück limitierter V8 mit 426 PS, der im Rennlook ausgekleidet 2001 debütierte.
Diese bestechende Renntradition und die Jahrzehnte von Wissen und Erfahrung der Konstrukteure sind eingebettet in die DNA des neuen Hochleistungs-sportwagens Continental Supersports, der schnellste und leistungsstärkste Bentley aller Zeiten. Denn der Name geht zurück auf das erste Supersports-Modell, das 1925 vorgestellt wurde und eine Weiterentwicklung des 3-Litre Speed darstellte. Bei dem 86 PS starken Sportwagen, dem ersten in Serie gebauten Bentley, der eine Geschwindigkeit von 161 km/h (100 mph) erreichte, wurde Technik eingesetzt, die später vor allem bei den 24 Stunden von Le Mans ihre Überlegenheit demonstrieren sollte. Der 6-Liter W12-Motor des muskulösen neuen Supersports entwickelt 630 PS und beschleunigt in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Dieser Zweisitzer ist zudem der erste Bentley, der Dank FlexFuel-Technologie sowohl mit herkömmlichem Treibstoff als auch mit Biokraftstoff betrieben werden kann.
Ihm zur Seite steht in Halle 7 das neue Flagschiff des britischen Herstellers, die ebenfalls in Crewe entwickelte Luxuslimousine Mulsanne, die 2009 Premiere feierte. Souveräne, kultivierte Leistung, hochmoderne Technik und der für die Marke mit dem "geflügelten B" charakteristische handgefertigte Luxus offenbaren ihrerseits einen anderen Anspruch - die lebendige Tradition der großen, vornehmen Bentleys früherer Tage. Auch dieser Bentley trägt stolz die sportliche Herkunft des Unternehmens im Namen: die Mulsanne Kurve ist ein legendärer Abschnitt der Rennstrecke von Le Mans, wo Bentley so viele Triumpfe feiern konnte.
Essen (ots) Letzte Änderung: 07.04.2010
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Jeff Koons' BMW M3 GT2 startet beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans...
- MERIAN extra "Autostadt" erscheint am 8. April 2010...
- ots.Audio: Kunst und soziales Engagement: Starfotograf LaChapelle inszeniert...


