Benzinpreise weiter auf Rekordfahrt

AvD befürchtet massive Verbraucherproteste

Die Benzinpreise haben eine weitere Rekordmarke von 1,20 Euro je Liter Super genommen und werden weiter steigen, befürchtet der Automobilclub AvD: "Geht diese Entwicklung weiter, dann müssen wir spätestens zur Pfingstreisewelle

für einen Liter Diesel mehr als 1,- Euro bezahlen", so AvD-Sprecher Jochen Hövekenmeier: "Es gilt, jetzt endlich die Notbremse zu ziehen, sonst können sich viele Menschen den Weg zur Arbeit nicht mehr leisten!"

Der AvD stellt Forderungen an Politik, Behörden und Ölkonzerne, damit Mobilität nicht zum Luxusgut wird:
 
1.    an die Politik: die "Öko"-Steuer muss deutlich reduziert werden. Dadurch würde das Benzin wieder bezahlbar und gleichzeitig der Tank-Tourismus gestoppt. Durch den Tank-Tourismus gehen dem Staat inzwischen fast die Hälfte der Einnahmen verloren, die eine "Öko"-Steuer einbringen sollte.

2.    An die Kartellbehörden: die Preisgestaltung der Ölkonzerne muss endlich besser kontrolliert werden. Es kann nicht sein, dass die "Produkteinkaufspreise" als Begründung für Preiserhöhungen an den Tankstellen genannt werden. Diese "Produkteinkaufspreise" sind meist die Verkaufspreise von Tochterfirmen der großen Ölkonzerne. Und weiter: die "ferngesteuerte" Preisbildung sollte als Beleg für die elektronischen Preisabsprachen ausreichen.

3.    An die Mineralölkonzerne: Jedes Unternehmen muss Gewinner erzielen und dies will der AvD auch den Ölkonzernen nicht in Abrede stellen. Aber nicht um jeden Preis: die Öl- und Benzinwirtschaft hat auch eine große soziale Verantwortung, da hohe Benzinpreise der volkswirtschaftlichen Entwicklung schaden. Benzinpreise müssen sozial verträglich sein, sonst befürchtet der AvD massive Verbraucherproteste.

"Mobilität muss bezahlbar bleiben - auch für Menschen mit kleinen Einkommen", so das Fazit des AvD-Sprechers: "Wir Autofahrer haben bereits verzichtet - fast 10% weniger Benzinverbrauch in den vergangenen drei Jahren, auch die Gesamtfahrleistung ist um ca. 6% gesunken. Jetzt sind Staat und Ölkonzerne an der Reihe, ebenfalls glaubhaft zu handeln!"

Letzte Änderung: 05.05.2004









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