Bill Ford zieht sich aus der operativen Verantwortung zurück
Mulally kommt vom Flugzeugbauer Boeing, wo er 37 Jahre, seit 2001 als Executive Vice President und CEO das Boeing-Geschäft mit Zivilflugzeugen zu verantworten hatte. Seine Ernennung wurde inzwischen auch vom Board of Directors, vergleichbar dem Aufsichtsrat einer deutschen Aktiengesellschaft, bestätigt.
Bill Ford begründete diesen Umbau an der Firmenspitze mit Arbeitsüberlastung: "Ich habe zu viele Hüte auf". Er will sich auf die strategische Ausrichtung des zweitgrößten Automobilherstellers der Welt konzentrieren. Noch in diesem Monat soll dafür eine neue Version des Way Forwrd-Plans für den beschleunigten Umbau des Unternehmens vorgelegt werden. Experten schreiben die schlechte Entwicklung bei Ford einer verfehlten Produktpolitik zu. Das Unternehmen stützt seine Modellpalette nach wie vor auf die großen und spritfressenden Sports Utility Vehicle, deren Absatz in den USA mit den steigenen Kraftstoffpreisen werklich gesunken ist.
Mulally übernimmt seine neue Verantwortung in einer Zeit, die bei Ford von sinkenden Verkaufszahlen und dramatisch wachsenden Verlusten geprägt ist. Sein Auftrag ist es, Ford wieder in die Gewinnzone zu führen. In seinem Statement vor der Presse wies Mulally auf die Parallelen zwischen Boeing und Ford hin. Beide Unternehmen seien für ihre Innovationskraft, ihre Position im globalen Wettbewerb und ihre erfahrenen Mitarbeiter bekannt. "Die Ausgangslage ist in beiden Industriezweigen exakt identisch."
Boeing setzte gestern Scott E. Carsons als Chef der Verkehrsflugzeugsparte ein. Er war bei dem Unternehmen bisher als Verkaufschef der Sparte tätig. (ar/Sm) Letzte Änderung: 06.09.2006
William Clay Ford jr. Foto: Auto-Reporter/Ford
Alan Mulally Foto: Auto-Reporter/Ford
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