BMW baut US-Werk aus

BMW wird sein US-Werk in Spartanburg ausbauen, um weniger von Währungsschwankungen abhängig zu sein und seine Präsenz auf dem wichtigsten Einzelmarkt zu stärken. "Wir werden die Kapazitäten in unserem US-Werk in Spartanburg von derzeit 140 000 mittelfristig auf deutlich über 200 000 Fahrzeuge pro Jahr erweitern", sagte der BMW-Chef Norbert Reithofer am Dienstag (15. Mai) auf der Hauptversammlung in München.

"Dies ist ein Baustein unserer zukünftigen Strategie. Damit vermindern wir unsere Währungsrisiken im US-Dollar", fügte Reithofer hinzu. Die Währungsbelastungen durch den schwachen US-Dollar und japanischen Yen beliefen sich bei der BMW Group allein im abgelaufenen Geschäftsjahr auf insgesamt 666 Millionen Euro. Das Unternehmen produziert in den USA derzeit den Z4 und X5. Zukünftig sollen dort auch der X6 sowie ein möglicher Nachfolger des X3 gebaut werden.

Das Unternehmen sieht sich trotz eines Gewinnrückgangs im ersten Quartal 2007 auf Kurs: "Wir wollen das Rekordergebnis vor Steuern von 2006 bereinigt um den Sondereffekt aus der Rolls-Royce-Umtauschanleihe übertreffen", bekräftigte Reithofer. Die Auslieferungen bei allen drei Marken sollen neue Bestmarken erreichen. Die BMW Group strebt 2007 einen Absatzzuwachs im höheren einstelligen Prozentbereich auf mehr als 1,4 Millionen Fahrzeuge an. Bis 2010 steuert das Unternehmen bei den Auslieferungen unverändert die Marke von rund 1,6 Millionen Automobilen an.

Im ersten Quartal 2007 wurde die Geschäftsentwicklung des Unternehmens wie erwartet von Währungslasten, hohen Rohstoffpreisen sowie Anlaufkosten für neue Modelle geprägt. Hinzu kommt ein hoher Basiseffekt von 375 Millionen Euro aus dem entsprechenden Vorjahreszeitraum infolge eines einmaligen Buchgewinns aus der teilweisen Abwicklung der Umtauschanleihe auf Anteile am britischen Triebwerkhersteller Rolls-Royce.

Der Konzernumsatz stieg im Auftaktquartal im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent auf 11,951 (Vj. 11,618) Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis ging um 34,3 Prozent auf 852 (Vj. 1296) Millionen Euro zurück. Bereinigt um Sondereffekte verringerte sich das Konzernergebnis um 11,7 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern liegt mit 587 Millionen Euro um 38,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Absatz der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce stieg in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres leicht um 0,1 Prozent auf 333 276 (Vj. 332 923) Fahrzeuge. (ar/os) Letzte Änderung: 15.05.2007









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