BMW kommt mit 328 Kamm-Coupé zum Comer See
Bei BMW war man sich der Einmaligkeit der Mille Miglia-Fahrzeuge schon bald nach dem Sieg 1940 bewusst und so schaffte man die Wagen schon bald aus München weg, um sie auf dem Land versteckt vor der Zerstörung im Krieg zu schützen. Das gelang auch, denn alle fünf Fahrzeuge überlebten nahezu unversehrt. Es waren allerdings die Wirren der frühen Nachkriegszeit, die dazu führten, dass die silberne Flotte getrennt und auf der ganzen Welt verteilt wurden. Lediglich das Kamm-Coupé blieb in Deutschland. Ernst Loof, der frühere BMW-Rennleiter, hatte es für sich gesichert und nutzte es als Privatwagen. Mittlerweile war er selbst zum Autohersteller geworden und versorgte das aufstrebende Nachkriegsdeutschland mit den schnellen Veritas-Rennsportwagen. Immer in finanziellen Nöten, musste er sich nach einigen Jahren von dem Schmuckstück trennen. Ein langes Leben unter seinem neuen Besitzer war dem Kamm-Coupé allerdings nicht beschieden, denn schon Anfang der fünfziger Jahre wurde es nach einem Unfall verschrottet.
Die Bestrebungen, das Fahrzeug neu aufzubauen, gehen bis in die Mitte der neunziger Jahre zurück. Mit Hilfe von Unterlagen aus dem Konzernarchiv und von Privatsammlern, Computervermessungen in der BMW-Entwicklungsabteilung sowie Karosseriebauern und Motorspezialisten kann der Rennwagen beim Concorso d?Eleganza Villa d'Este nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Gemeinsam mit dem 328 Kamm-Coupé zeigt BMW beim Concorso d'Eleganza Villa d'Este in einer Sonderausstellung auch die anderen Fahrzeuge, die zehn Tage später bei der Mille Miglia für die Marke an den Start gehen werden. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 10.04.2010
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