BMW Motorrad bringt Neck Brace System
In Kooperation mit KTM und einem Spezialistenteam, bestehend aus Unfallforschern, Biomechanikern, Unfallchirurgen und nicht zuletzt dem Erfinder des Schutzsystems, dem südafrikanischen Arzt Dr. Chris Leatt, hat BMW Motorrad die Entwicklung des Nackenschutzes vorangetrieben. Ziel ist es, die Gefahr von Verletzungen im Nackenbereich, der Halswirbelsäule und des Schlüsselbeins bei schweren Stürzen zu reduzieren. Das Neck Brace System stellt sich als leichte Konstruktion aus Karbon, Kevlar und glasfaserverstärktem Kunststoff dar, die teilweise mit einer weichen, schlagdämpfenden und hautfreundlichen Schaumstoffschicht überzogen ist.
Der Nackenschutz wird dabei gleich einem Kragen um den Hals gelegt. Zwei Schnellverschlüsse an den Seiten ermöglichen die einfache Handhabung. Das Neck Brace System stellt keine statische Verbindung zwischen Helm und Schulterpartie her, sondern liegt auf dem Oberkörper auf. Seine Wirkungsweise zeigt sich, sobald der Träger den Kopf nach vorne, hinten oder seitwärts bewegt: Die unter normalen Bedingungen benötigte Bewegungsfreiheit bleibt erhalten; die Möglichkeit der Überdehnung des Kopfes in die jeweilige Richtung (Hyperflexion, Hypertension, laterale Hyperflexion) wird jedoch deutlich verringert. Auch Verletzungen, die aus der Stauchung der Wirbelsäule durch Krafteinwirkung auf den Helm (axial loading) resultieren, können infolge der Abstützung der Helmunterkante am Nackenschutz vermindert werden. Die Preise für das System, dass im Rennsport bereits erprobt wird, stehen noch nicht fest. (ar/sb) Letzte Änderung: 15.11.2006


