BMW steigert Erlöse wie erwartet
Angesichts des Ergebnissprungs erhöhte sich die Umsatzrendite vor Steuern von 7,6 Prozent im Vorjahr auf 9,3 Prozent. Der Quartalsüberschuss legte um 17,5 Prozent auf 787 (Vj.: 670) Millionen Euro und das Ergebnis je Stammaktie auf 1,20 (Vj.: 0,99) Euro zu. Im ersten Halbjahr hat die BMW Group den Gewinn vor Steuern um 44,5 Prozent auf die neue Bestmarke von 2,53 Milliarden Euro (Vj.: 1,75) gesteigert. Der Nachsteuergewinn lag bei 1,74 (Vj.: 1,2) Milliarden Euro, dies ist ein Plus von 45,2 Prozent.
Bei der Marke BMW erhöhte sich die Zahl der Verkäufe per Ende Juni um 11,0 Prozent auf 597 120 Einheiten (Vj.: 538 132). Die Baumaßnahmen zur Erweiterung der Kapazität im Werk Oxford auf jährlich etwa 240 000 Einheiten haben den Absatz der Marke Mini im gesamten ersten Halbjahr geprägt. Aufgrund der daraus resultierenden Produktionsrückgänge liegt der weltweite Absatz mit 101 063 Auslieferungen um 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert (108 114).
Weiter positiv entwickelte sich das Segment Finanzdienstleistungen. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 11,8 Prozent auf 180 (Vj.: 161) Millionen Euro. Die Anzahl der betreuten Leasing- und Finanzierungsverträge mit Händlern und Endkunden erhöhte sich zur Jahresmitte um 11,1 Prozent auf insgesamt 2 179 933 Verträge. Der Anteil der im ersten Halbjahr über das Segment Finanzdienstleistungen geleasten oder finanzierten Neufahrzeuge belief sich auf 42,1 Prozent und lag damit um 0,9 Prozentpunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres.
BMW-Chef Helmut Panke verabschiedet sich also mit einem letzten Rekordergebnis in den Ruhestand. Für das zweite Halbjahr erwartet er zyklusbedingt ein weniger dynamisches Wachstum als noch in den ersten sechs Monaten. Dennoch bleiben die Münchner einer der profitabelsten Autobauer weltweit. Die Motorradsparte erreicht fast die Zahlen des Vorjahres, lediglich die Nobel-Tochter Rolls Royce bleibt immer noch hinter den Erwartungen zurück. 285 Edel-Karossen wurden verkauft, 500 waren einmal pro Halbjahr angepeilt. Aber ein neues Modell soll auch bei den Briten unter bayrischer Ägide neuen Schwung bringen. (ar/sb)
Letzte Änderung: 02.08.2006
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